Mo. Jan 17th, 2022

Text: ORF NÖ

Dienstagfrüh mussten mehrere Feuerwehren zu einem Großeinsatz bei Melk ausrücken. Ein Arbeitszug auf der „alten“ Weststrecke war in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Die Strecke war vorübergehend gesperrt, Reisende müssen mit Verzögerungen rechnen.

Bei dem brennenden Zug handelte es sich um einen Arbeitszug, der für Bauarbeiten, etwa zur Instandhaltung von Gleisen genutzt wird. Aus noch unbekannter Ursache geriet das Baufahrzeug gegen 9.00 Uhr in Flammen. Mehrere Feuerwehren rückten aus, gegen 10.00 Uhr war der Brand unter Kontrolle, hieß es von den Einsatzkräften.

Die Lok konnte rechtzeitig abgekoppelt werden, sodass sich der Schaden auf die Gleisstopfmaschine begrenzte. Die Wasserversorgung bei dem Großeinsatz gestaltete sich allerdings schwierig, hieß es seitens der Feuerwehr gegenüber noe.ORF.at. Zudem kam ein spezielles Rüstlöschfahrzeug zum Einsatz, das sich auf den Schienen dem Brand nähern und diesen löschen kann. Zunächst wurden auch mehrere Rettungswägen alarmiert, zum Glück gab es aber keine Verletzten. Bei dem Brand dürfte zudem Hydrauliköl ausgetreten sein. Die Bezirkshauptmannschaft Melk war vor Ort, um mögliche Auswirkungen auf die Umwelt zu prüfen.

Der Arbeitszug stammt nach Angaben von ÖBB-Sprecher Christopher Seif von einem privaten Güterverkehrsbetreiber. Die Westbahnstrecke war zwischen Melk und Pöchlarn (Bezirk Melk) vorübergehend gesperrt, mittlerweile wurden zwei Gleise wieder freigegeben. Für Regionalzüge wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Fernzüge warteten die Sperre vorerst ab. Reisende wurden gebeten, 60 Minuten mehr Zeit einzuplanen.