Fr. Jul 30th, 2021

Text: ORF NÖ

Zum wiederholten Male innerhalb nur weniger Tage hat ein Föhrenwald in Niederösterreich gebrannt, diesmal bei Wiener Neustadt. Zehn Feuerwehren mit 110 Einsatzkräften waren am Dienstagnachmittag bei den Löscharbeiten im Einsatz.

Noch vor dem Ausrücken standen die Helfer am Dienstag laut der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt vor einem geografischen Problem. „Durch die Lage des Brandes inmitten des höheren Waldes entlang der B 17 waren die eingehenden Meldungen anfangs nicht ganz klar, wo denn der Brand tatsächlich sei“, führte Einsatzleiter Christian Pfeiffer aus. „Deshalb wurde großflächig alarmiert und es wurden mehrere Feuerwehren zum Föhrenwald beordert.“

Der Brandalarm in dem Hochwald war gegen 13.15 Uhr eingegangen, so Josef Huber, Bezirksfeuerwehrkommandant von Neunkirchen. Durch rasches Eingreifen habe man Schlimmeres verhindern können und den Brand bald unter Kontrolle gehabt, sagte er gegenüber noe.ORF.at. Den Helfern gelang es, die Flammen auf eine Fläche von knapp einem Hektar zu beschränken. Zur Wasserversorgung wurde u.a. ein Pendelverkehr mehrerer Tanklöschfahrzeuge eingerichtet. Derzeit finden noch Nachlöscharbeiten statt.

Die Stadt Wiener Neustadt und Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt ersuchten am Dienstagnachmittag die Bevölkerung auf besondere Umsicht bei den momentanen Temperaturen und verwiesen auf einfache Verhaltensregeln im Sinne des Zivilschutzes sowie auf die geltende Waldbrandverordnung im Stadtgebiet.

Sieben Mal musste die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt in den letzten zehn Tagen ausrücken. Seit 16. März ist die Verordnung zum Schutz vor Waldbränden für die Stadt Wiener Neustadt in Kraft. Sie sieht unter anderem vor, dass „in der Nähe von Wäldern brandgefährliche Handlungen sowie auch das Wegwerfen von brennender oder glimmender Rauchware sowie Glasflaschen und -scherben strengstens verboten“ ist.

„Der Boden ist dermaßen trocken, dass es wichtig ist, die gültige Waldbrandverordnung dringend einzuhalten, und das nicht nur im Forst, sondern überall im Stadtgebiet – auch zu Hause! Nur im Miteinander und durch ein kollektives Befolgen der Verhaltensregeln können wir bei diesen hohen Temperaturen Vegetationsbrände verhindern, die nicht nur die Natur zerstören, sondern im schlimmsten Fall immerhin auch eine Gefahr für Leib und Leben darstellen können!“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) in einer Aussendung.

„Tatsächlich ist der Boden derart trocken, dass schon ein kleiner Funke reicht. Zudem kommen die für unsere Gegend typischen Winde, die das Feuer anfachen und vor sich her treiben“, ergänzte Christian Pfeiffer, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neustadt.