Di. Jul 27th, 2021

Dutzende Meldungen gingen heute Nacht gegen 3:30 Uhr beim Feuerwehrnotruf im Bezirk Neunkirchen, aber auch in der steirischen Alarmzentrale ein. Die Anrufer meldeten einen Brand im Ortsteil Stübegg im Gemeindegebiet von Zöbern, knapp an der Landesgrenze zur Steiermark. Schon bei der Anfahrt der ersten Feuerwehreinheiten stand fest, dass es sich um ein ausgedehntes Feuer handeln musste, denn der hell erleuchtete Himmel war bereits kilometerweit zu sehen.

 

Erst am Einsatzort offenbarte sich das wahre Ausmaß des Brandes: ein großes landwirtschaftliches Wirtschaftsgebäude stand in Vollbrand. Die Flammen schlugen bereits meterhoch in den Himmel und drohten auf das eng angebaute Wohnhaus überzugreifen. Aufgrund der Ausbreitung des Brandes, löste der Einsatzleiter der Feuerwehr die höchste Alarmstufe aus. Innerhalb weniger Minuten waren elf Feuerwehren aus den Bezirken Neunkirchen, Wiener Neustadt und Hartberg zum Brandobjekt unterwegs.

 

Nachdem rasch klar war, dass das Wirtschaftsgebäude nicht gerettet werden konnte, konzentrierten sich die 203 Feuerwehrleute auf den Schutz des Wohnhauses. Die Bewohner, konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Durch einen ausgedehnten Löschangriff, unterstützt durch mehrere Atemschutztrupps, konnte ein Übergreifen der Flammen trotz heftigen Funkenfluges auf das Wohnobjekt verhindert werden. Der Schaden ist dennoch beträchtlich, da eine Vielzahl an landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen ein Raub der Flammen wurden. Ein Feuerwehrmann erlitt bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen. Die Feuerwehr wird vermutlich noch bis mittags Brandwache halten.

 

Erst vor fünf Tagen ein ähnliches Bild, knapp hinter der niederösterreichischen Landesgrenze bei Zöbern. In Guggendorf, in der steirischen Gemeinde Schäffern, brannte ebenfalls ein großer Stadl. Damals kamen mehrere Löscheinheiten aus Niederösterreich den steirischen Feuerwehren zu Hilfe. Die Brandermittler der Polizei sind mit der Brandursachenerhebung beschäftigt. Insgesamt standen beim heutigen Brand, elf Feuerwehren aus drei Bezirken mit insgesamt 203 Mitgliedern im Einsatz. Weiters das Rote Kreuz zur Beistellung und die Polizei.