Di. Mai 18th, 2021

Um die Brandgefahr entlang der Semmeringbahn zu mindern, wurde am gestrigen Samstag (10.04.2021) das ein mal im Jahr stattfindende Brandstreifen heizen durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit der ÖBB standen insgesamt 14 zuständige Feuerwehren, welche jeweils einen Teilabschnitt des Weltkulturerbes Einsatzmäßig betreuen, im Einsatz um den Brandschutz sicher zu stellen.

Heuer war es organisatorisch ein wenig anders, da aufgrund der Corona Pandemie, reduzierte Mannschaft seitens der Feuerwehren eingesetzt wurde. Weiters wurde hochrangig Bedacht auf die Sicherheitsmaßnahmen während des Einsatzes gelegt.

Für die Arbeiten im Gleisbereich wurde den ganzen Tag ein Gleis für das sichere Arbeiten der Einsatzkräfte gesperrt. Auch das Wetter spielte an dem Tag perfekt mit. Lediglich der böige Wind war teilweise nicht ganz optimal, da dieser die entzundenen Streifen rasant vorantrieb. „An allen vier Einsatzabschnitten wurden aber genügend Löschwasserreserven in Form von Tanklöschfahrzeugen der eingesetzten Feuerwehren stationiert, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern“, so Einsatzleiter OBI Chritsian Haiden. In der Bezirksalarmzentrale Neunkirchen gingen über den Tag verteilt mehrere Notrufe ein, welche eine aufsteigende Rauchsäule im Bereich der Semmeringbahn meldeten. Diese waren zwar von weiten sichtbar, waren aber allesamt zu jeder Zeit unter Kontrolle.

Das gestrige Brandstreifen heizen war dringend notwendig, da die Waldböden und Bahndämme der Semmeringbahn heuer besonders ausgetrocknet sind. Ein kleiner Funke hätte in der jetzigen Zeit bereits gereicht, um einen großflächigen Brand auszulösen. Durch das kontrollierte Abheizen konnte die größte Gefahr für die kommenden Monate verringert werden, so Einsatzleiter OBI Haiden. Gegen 18 Uhr konnten alle vorgegebenen Einsatzziele erfolgreich erreicht werden. Um 20 Uhr fuhr ein Trupp zur Nachschau noch einmal die Strecke ab, um sich zu vergewissern, das keine Glutnester mehr vorhanden sind, und evtl. aufflackern.