Do. Jul 29th, 2021

Kurz vor 8.00 Uhr hat es am Freitag in einem vierstöckigen Mehrparteienwohnhaus in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) eine Explosion gegeben. Die Ursache ist noch unbekannt, die Feuerwehr ist im Großeinsatz.

Gegen 9.30 Uhr teilte Sonja Kellner, Sprecherin des Roten Kreuzes Niederösterreich, mit, dass sich die Anzahl der Verletzten auf drei Personen erhöhte. Es wurden ein Schwerverletzer sowie zwei Menschen mit leichten Blessuren gezählt. Ob es noch weitere Verletzte gibt, ist unklar. Es sind Suchhunde im Einsatz, um nach Verschütteten zu suchen.

Nach Angaben von Franz Resperger vom Landesfeuerwehrkommando stand das Gebäude in Vollbrand, etwa 150 Helfer bekämpften die Flammen. Die Verletzten wurden laut Kellner in drei Krankenhäuser gebracht – nach Korneuburg, Stockerau und in das SMZ-Ost in Wien. Acht weitere Personen wurden im Langenzersdorfer Gemeindesaal vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut.

Die Explosion habe sich kurz vor 8.00 Uhr ereignet, sagte Stefan Spielbichler von Notruf Niederösterreich. Das obere Stockwerk des Objektes wurde teilweise weggerissen. Neben den Crews von „Christophorus 3“ und „Christophorus 9“ waren auch Notärzte, Rettungshunde, und der Katastrophenhilfszug der Feuerwehr in Langenzersdorf im Einsatz. Die Berufsfeuerwehr und die Berufsrettung Wien entsandten ebenfalls Helfer. An Ort und Stelle war außerdem ein Polizeihubschrauber.

Resperger zufolge wurden die Wohnungen im dritten und vierten Stock des Objektes „völlig verwüstet“. Die Feuerwehr bot mehrere Drehleitern auf. Möglich war vorerst nur ein Außeneinsatz. „Ein Innenangriff ist zu gefährlich“ verwies Resperger auf die drohende Einsturzgefahr. Eine Person wurde mittels Leiter gerettet. Ob sich weitere Menschen in dem Mehrparteienhaus befinden, könne man derzeit nicht sagen, so Resperger am frühen Vormittag.

Das Gelände rund um das Objekt wurde großräumig abgesperrt. Sonja Kellner, Sprecherin des Roten Kreuzes Niederösterreich, berichtete von aufsteigenden Rauchschwaden. Mehrere Personen würden sich außerhalb des abgesperrten Bereichs befinden. „Die Menschen sind alle sehr ruhig“, betonte die Sprecherin.

Text: ORF NÖ