Sa. Nov 27th, 2021

Text: ORF NÖ

Der bisher heißeste Tag des Jahres hat am Dienstag vor allem im Bezirk St. Pölten mit Unwettern und 270 Einsätzen der Feuerwehr geendet. Beschädigt wurde auch ein Teil der historischen Stadtsäle. Die Aufräumarbeiten konnten großteils abgeschlossen werden.

Bäume die auf Strom- und Telefonleitungen sowie Schienen einzelner Bahnstrecken stürzten, nach Hangrutschungen vermurte Straßen, überflutete Keller oder abgedeckte Dächer: Bis weit nach Mitternacht waren 50 Feuerwehren mit den Aufräumarbeiten gefordert. Der Sprecher des Landesfeuerwehrkommandos, Franz Resperger, berichtet von einer regelrechten „Weltuntergangsstimmung“ im Bezirk St. Pölten. „Bis nach Mitternacht standen die Kräfte im Großeinsatz.“

Aufregung herrschte vorübergehend auch um einen Notruf aus St. Pölten-Viehofen, wonach ein Baum auf ein mit mehreren Personen besetztes Auto gestürzt sei. Der Pkw war letztlich leer, wurde aber tatsächlich durch einen umgestürzten Baum schwer beschädigt. Die FF St. Pölten-St. Georgen berichtete, dass innerhalb kürzester Zeit 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter niedergegangen seien. „Diese Wassermassen brachten das Kanalsystem an seine Grenzen.“ Keller, u.a. auch in einem Industriebetrieb, wurden ebenso überflutet wie ein Pferdehof.

Die Ausläufer des Wetters waren laut Resperger auch im Bezirk Tulln zu spüren. Dort mussten die Einsatzkräfte wegen 15 umgestürzter Bäume ausrücken. Alle anderen niederösterreichischen Regionen blieben von der Unwetterfront mehr oder weniger verschont.