Do. Apr 22nd, 2021

Text: ORF NÖ
Nach den beiden Großbränden am Samstag im Bezirk Melk ist es am Sonntag erneut zu zwei Bränden im Bezirk gekommen. In Anzenbach stand nach starken Unwettern ein landwirtschaftliches Anwesen in Flammen, in Unterschmidbach ein Wohnhaus. Ursache könnten Blitzeinschläge sein.

Sonntagnachmittag gegen 14.20 gab es im Bezirk Melk wieder Alarm: Auf einem Anwesen in Anzenbach standen ein großer Stall und ein Wirtschaftsgebäude in Vollbrand. 13 Wehren mit etwa 220 Feuerwehrmitgliedern versuchten, das Schlimmste zu verhindern. Sie konnten rund 80 Rinder und zehn Schweine – somit fast den gesamten Tierbestand – retten, berichtete Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Auch ein Übergreifen des Feuers auf drei Hallen und das Wohngebäude habe man verhindern können.

Verletzte wurde dabei niemand. Die Feuerwehr war mit mehreren Drehleitern und Großtanklöschfahrzeugen sowie mit Atemschutztrupps ausgerückt. Der Einsatz dürfte vermutlich bis in die Nachtstunden dauern, so Resperger.

15 Minuten nach dem ersten Alarm wurde auch in Unterschmidbach in der Gemeinde Kilb ein Brand gemeldet. Dort brannte es am Dach eines Wohnhauses. 100 Feuerwehrleute bekämpften hier die Flammen. Auch beim zweiten Brand wurde niemand verletzt. Ebenso unterstützten hier mehrere Atemschutztrupps und Drehleitern die Löscharbeiten.

Schon am Samstag waren etwa 450 Feuerwehrleute bei Großbränden im Bezirk Melk im Einsatz. Sowohl diese beiden Brände als auch die beiden Brände am Sonntag könnten laut Feuerwehr durch Blitzeinschläge ausgelöst worden sein. Selbst langgediente Feuerwehrleute würden erzählen, dass sie so etwas wie in den vergangenen 24 Stunden noch nie erlebt hätten, sagte Resperger zu noe.ORF.at. In Summe musste die Feuerwehr seit Samstag etwa 800 Einsatzkräfte aufbieten, um die Brände zu bekämpfen.