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NÖ/ Bez. NK: Reisebusbrand auf der S6 bei Gloggnitz

Schockmomente am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr für die Passagiere eines Linien Reisebusses, welcher am Weg von Wien nach Zagreb war. Auf der Semmering Schnellstraße, Richtung Steiermark kurz nach Gloggnitz geriet der Reisebus während der Fahrt plötzlich im Motorraum in Brand. Der Buslenker reagierte geistesgegenwärtig und hielt den Reisebus am rechten Fahrbahnrand an und ließ die 14 Insassen aussteigen. Zu diesem Zeitpunkt schlugen bereits Flammen aus dem Motorraum!

Wieviel Zivilcourage in so einem Fall bewirken kann, zeigte sich bei den folglich ablaufenden Szenen. Drei Lkw Lenker erkannten den Ernst der Lage, hielten ihre Schwerfahrzeuge an und begannen mit ihren, am Lkw befindlichen tragbaren Handfeuerlöschern mit den ersten Löschversuchen. Nur durch dieses courachierte Eingreifen konnten die Flammen niedergeschlagen werden, noch bevor sie auf den ganzen Reisebus übergriffen. Ein handeln, welches Goldrichtig war, so Feuerwehr Einsatzleiter Brandrat Thomas Rauch von der FF Gloggnitz Stadt, welcher auch auf die Notwendigkeit von Handfeuerlöschern in Pkws und Lkws hinweist! Ohne die ersten Löschversuche der Lkw Lenker, wäre der Reisebus bis zum Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge mit Sicherheit in Vollbrand gestanden! Nicht auszudenken, ob bei diesem Szenario dann noch alle Personen unversehrt aus dem Bus gekommen wären, abgesehen vom wirtschaftlichen Schaden, welcher durch den zerstörten Fahrbahnbelag entstanden wäre!

Für die Feuerwehren Gloggnitz Stadt und Neunkirchen Stadt galt es „nur“ mehr Nachlöscharbeiten und Kontrollen mit der Wärmebildkamera durchzuführen. Weiters wurden die insgesamt 15 Businsassen, darunter 3 Kinder von den beiden Feuerwehren und dem Roten Kreuz Gloggnitz, mit Mannschaftstransportfahrzeugen zur nächsten Autobahnraststation Maria Schutz gebracht, im die Personen von der Gefahrenstelle S6 zu bringen. Weiters erwähnt Rauch lobenswert, die Bildung der Rettungsgasse. Die gebildete Rettungsgasse auf der Anfangs gesperrten Schnellstrasse, ermöglichte den Einsatzkräften eine rasche Zufahrt zur Einsatzstelle!

Für die Bergung des fahrunfähigen Reisebusses wurde die Firma Strezek aus Wiener Neustadt angefordert, welche den Reisebus mittels Hubbrille zur Autobahnraststation Maria Schutz schleppte. Nach rund 2 Stunden konnte aufgrund der perfekten Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzorganisationen die Semmering Schnellstraße wieder frei befahren werden.

 

Dies war nicht der erste Einsatz für die Stadtfeuerwehr Gloggnitz an diesem Tag. Zwei Stunden zuvor wurde sie zu einer Lkw Bergung auf die S6 Richtung Semmering zwischen Gloggnitz und Maria Schutz alarmiert. Aufgrund eines technischen Defekts kam ein polnischer Sattelzug verkehrsbehindernd auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Da sich in diesem Bereich kein Pannenstreifen befindet, wurde im Auftrag der Autobahnpolizei der Lkw auf die Raststation Maria Schutz verbracht.

Beim Einrücken von der Lkw Bergung wurden die Gloggnitzer Feuerwehreinsatzkräfte telefonisch zu einem weiteren Einsatz im Stadtgebiet alarmiert. Bei einer Veranstaltung galt es einen wiederrechtlich im Halten und Parkverbot abgestellten Pkw zu entfernen. Dieser wurde im Auftrag des Betreiber Ortsverändert!

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