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NÖ/ Bez. NK: Großschadensübung nach Massenunfall fordert 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst!

Vergangenes Wochenende war Thomasberg Schauplatz einer großen Einsatzübung von Feuerwehr und Rettungsdienst. Ausgearbeitet von der Freiwilligen Feuerwehr Edlitz wurde eine Massenkarambolage mit einem Lkw und sieben Pkws simuliert. Vier Mitglieder Sprengdienstgruppe des Bezirksfeuerwehrkommandos Neunkirchen unterstützten bei der pyrotechnischen Umsetzung.

Neben den drei Autobahnfeuerwehren Edlitz, Grimmenstein Markt und Pitten nahmen 11 Fahrzeuge des Roten Kreuzes sowie Arbeiter Samariterbund an der Großübung teil. Bereits die Anfahrt der verschiedenen Einsatzmittel war bei der Ausarbeitung genau geplant worden. So wurden die realen Anfahrtswege zum fiktiven Autobahnabschnitt von den einzelnen Dienststellen und Feuerwehrhäusern hergenommen, und die Kräfte so an die Übungsstelle entsandt.

Auch die Unfallfahrzeuge wurden wie bereits bei letzten derartigen Übungen mit einem Bagger bearbeitet, um die Fahrzeuge möglichst realitätsnahe zu deformieren. Ein weiterer wichtiger Punkt war es, die insgesamt 18 Verletztendarsteller möglichst real zu schminken. Hierfür unterstützte eine Verletztenkosmetikerin des Roten Kreuzes die Freiwillige Feuerwehr Edlitz, um den Einsatzkräften reale Verletzungen zu bieten.

Bei der ersten Erkundung am Übungsort durch den Feuerwehr Einsatzleiter stieg der Puls kurzzeitig etwas an. Zwei Fahrzeuge standen beim Eintreffen in Vollbrand. Fünf Fahrzeuge, welche in einen gestellten Auffahrunfall verwickelt waren, waren komplex ineinander verbunden, dass zuerst mal die Verletzten in den Fahrzeugen ausfindig gemacht werden mussten. Weiters war ein Lkw, welcher auf die Seite gelegt wurde, und mit Asphaltplatten, welche durch den „Unfall“ auf die Fahrbahn gestürzt und Personen teilweise verschüttet haben, in die Übung eingebaut.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr Edlitz beauftrage die ersteintreffenden Kräfte aus Edlitz damit, den Brandschutz aufzubauen und sich bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes um die zahlreichen, teilweise eingeklemmten Verletzten zu kümmern. Aufgrund der hohen Verletztenanzahl war die Mannschaft nach diesem Auftrag bereits aus Edlitz gebunden.

An die nachkommenden Kräfte der Feuerwehr Grimmenstein Markt wurde der Befehl erteilt, beide in Vollbrand stehenden Pkws abzulöschen, die Verletztenbetreuung beim Lkw sowie die Sicherung des Lkws vorzunehmen. Weiters trafen laufend Fahrzeuge des Rettungsdienstes an der Unfallstelle ein und begannen aufgrund der Opferzahl einen Triageplatz aufzubauen.

Die beiden Einsatzleiter von Feuerwehr und Rotes Kreuz standen von Beginn an ständig in Kontakt um gezielt Schritte setzen zu können. Nachdem ein Notarzt die Verletzten in einer ersten Durchsicht nach schwere der Verletzungen kategorisierte, wurde mit den Menschenrettungen begonnen. Die Eintreffende Feuerwehr Pitten erhielt die Aufträge, neben den bereits eingesetzten Rettungsgeräten mit ihren zu unterstützen, bzw. bei der Lkw Schadensstelle zu unterstützen.

Seitens der Ausarbeitung wurde auch der Punkt „Gaffer“ und Schaulustige mit einbezogen. Da zahlreiche Interessierte bei Übung dabei waren, um sich das Szenario anzusehen, wurden viele von Ihnen gleich miteinbezogen, um die Einsatzkräfte zu behindern und zu binden. Immer wieder musste hierfür Personal abgestellt werden, um die Personen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zu entfernen.

Nach rund einer Stunde schweißtreibender Arbeit konnten alle Verletzten aus den Fahrzeugen und Lagen befreit und vom Rettungsdienst versorgt bzw. abtransportiert werden. Viele mögen sich jetzt denken, dass solch ein Szenario übertreiben und unrealistisch ist! Die Vergangenheit hat allen anwesenden Einsatzkräften jedoch gezeigt, dass solch ein Schadensbild schneller eintreten kann, als man denkt! Am 21.06.2016 kam es auf der A2 bei Grimmenstein zu einem Großunfall. Ein vollbesetzter Reisebus fuhr auf einen am Stauende stehenden Lkw auf. Bilanz: 4 Schwer und 36 leichtverletzte Personen!

Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Grimmenstein Markt und Pitten, den isgesamt 11 Fahrzeugbesatzungen vom Rettungsdienst (RK und ASBÖ), sowie Rot Kreuz Einsatzleiter Paul Pilshofer für die Aufstellung der Rettungsmittel und Mannschaft für diese Übung.

Fr. Gerlinde Hajek, welche uns die Verletztendarsteller schminkte und so reale Bedingungen für das Rote Kreuz schaffte. Danken möchten wir auch Martin Ertl, Markus Tauchner, Michael Pawlowitsch und Nik Prenner von der Sprengdienstgruppe 15, für die Extraeinlagen während der Übung. Weiters auch ein herzliches Dankeschön der Gemeinde Thomasberg für die zur Verfügung stellung des Übungsplatzes, Manuel Knöchl für die Unfallfahrzeugdeformierung mittels Bagger und Christian Handler für bereit gestellten Übungsfahrzeuge!

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