Sa. Mrz 6th, 2021

Auf der L45, der Straße von Grafenwörth nach Grafenegg, war in der Nacht auf den 01.12.2018 ein PKW im Schneetreiben von der Straße abgekommen und seitlich in einem Feld gelandet. Der Lenker wurde dabei unbestimmten Grades verletzt. Aufgrund der zunächst unklaren Lage wurden die Feuerwehren Etsdorf, Kamp und Jettsdorf zur Menschenrettung nach einem Verkehrsunfall alarmiert.

Vor Ort konnte jedoch rasch Entwarnung gegeben werden. Der Verletzte war rasch befreit und mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus abtransportiert. Zur Fahrzeugbergung wurde anschließend die Feuerwehr Grafenwörth nachalarmiert. Wie auch schon früher am Abend, bei einem Verkehrsunfall in Feuersbrunn, diesmal wieder ein Routinejob: Absichern, Kran aufstellen, Fahrzeug verladen, gesichert abstellen, einrücken. Etwa eine Stunde nach Alarmierung waren die Grafenwörther dann wieder eingerückt.

Der Schneefall in der Nacht auf den 01.12.2018 sorgte gleich für 4 Einsätze innerhalb von 12 Stunden: Verkehrsunfall in Feuersbrunn, Ölspur am Mühlplatz, Fahrzeugbergung an der L45 und zuletzt eine sehr aufwändige LKW-Bergung auf der S5 Richtung Wien. Gegen 5 Uhr morgens war ein Sattelschlepper auf der S5 ins Rutschen gekommen, gegen die Leitschiene geprallt, hatte sich eingedreht und prallte dann noch gegen die Mittelleitwand. Der Lenker blieb dabei zwar unverletzt, das Fahrzeug war jedoch schwer beschädigt. Wie schwer sollte sich erst im Verlauf der vierstündigen Bergungsaktion zeigen.

Vor Ort sicherte die Feuerwehr Grafenwörth zunächst die Unfallstelle und leuchtete diese aus. Anschließend wurde der LKW per Seilwinde des Rüstlöschfahrzeuges soweit wie möglich wieder „gerade“ gezogen. Danach wurde mit einem Verbindungsschlauch das Bremssystem des Unfall-LKW vom Wechselladefahrzeug aus belüftet und parallel dazu die schwer verformten Teile des Kotflügels aus dem Radkasten geschnitten (per Trennschleifer). Der nach rund 3 Stunden Arbeit dann unternommene Versuche das Fahrzeug in die nächste Pannenbucht zu schleppen scheiterte dann an einer gebrochenen Achse, weshalb im Morgengrauen die Hilfe der Feuerwehr Krems an der Donau mit dem schweren Kranfahrzeug angefordert wurde. Die Kameraden aus Krems rückten mit dem Kran und zwei Begleitfahrzeugen an und konnten die Zugmaschine soweit anheben, dass nun ein Abschleppen möglich war. Das Fahrzeuge wurde in der nächsten Pannenbucht abgestellt und wieder dem Lenker übergeben. Nachdem nun auch endlich frische Semmeln verfügbar waren, genehmigten sich die Feuerwehrleute aus Grafenwörth und Krems nach Abschluss des Einsatzes auch ein gemeinsames Frühstück im Grafenwörther Feuerwehrhaus.

Fotos und Text: FF Grafenwörth und M. Wimmer (BFK Krems)