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Gebietsübung der Bergrettung NÖ/WIEN

Einmal im Jahr übt die Bergrettung Niederösterreich/Wien das Zusammenspiel verschiedener Ortsstellen bei einer Gebietsübung. Am Sonntag, den 22. April, war das Gebiet Süd an der Reihe. In Schottwien und in Pernitz rückten 98 Bergretter für dieses Training aus.

Am 22.April wurde die Bergrettung Pernitz-Ortmann zu einem Alpineinsatz im Bereich der „Großen Klause“ (Gemeinde Waldegg) gerufen. Laut ersten Infos der Leitstelle sei jemand verletzt – näheres war zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt.

Kurze Zeit später machten sich die ersten Bergretter am Weg in das Einsatzgebiet. Noch während sich diese auf der Anfahrt befanden, wurde Notruf NÖ abermals über den Alpinnotruf 140 kontaktiert, das im gleichen Gebiet mehrere Hilfeschreie auszumachen sind, und mehrere Personen von herabstürzenden Steinen getroffen wurden.

Vom Einsatzleiter der Bergrettung Pernitz wurde auf Grund der Informationen ein Teil des Gebiets Süd angefordert.

Gegen 14:30 Uhr wurden die Ortsstellen Grünbach, Hohe Wand, Triestingtal, Wienerwald-Süd und Wien zur Unterstützung alarmiert.

Währenddessen traf die erste Einsatzmannschaft von Pernitz ein und fanden am Einstieg die Melderin vor. Diese lief den Steig mehrmals auf und ab und erlitt dabei – sie ist Diabetikerin – eine Unterzuckerung. Von einem Notfallsanitäter der Ortsstelle Pernitz wurden die ersten Maßnahmen gesetzt um die Dame zu stabilisieren, im Anschluss konnte sie an nachrückende Kräfte übergeben und abtransportiert werden.

Der „Voraus Trupp“ der Pernitzer folgte den Hilfeschreien weiter und konnte nach zehn Minuten Fußmarsch die nächsten Verwundeten auffinden.

Eine Seilschaft wurde vom Steinschlag direkt getroffen, folgendes Bild bot sich den Kameraden; die sichernde Person lag bewusstlos am Wandfuß – ihr Helm wurde von einem faustgroßen Stein durchschlagen, rund zwanzig Meter oberhalb hing eine weitere – Schwer Verletzte Person im Seil.  Ein Begleiter der Gruppe wurde nur leicht verletzt.

Nach erfolgter Triage und Stabilisierung der Verletzten wurden diese in mühevoller Arbeit von den Ortsstellen Triestingtal, Winerwald-Süd und Wien mittels Gebirgstragen abtransportiert und an einen Notarzt übergeben.

Da auch oberhalb dieser Einsatzstelle Verletzte vermutet werden mussten, wurde die Ortsstelle Hohe Wand und Grünbach von der Rückseite in das Einsatzgebiet beordert. Diese konnten einen Wanderer mit einer Beinverletzung und seine unverletzte Begleiterin in Sicherheit bringen.

Während des Einsatzes erreichte ein weiterer Notruf die Bergrettung. Eine besorgte Mutter meldete ihren Sohn als abgängig. Dieser wollte über den „Stanglsteinweg“ absteigen, war aber seit mehreren Stunden nicht mehr erreichbar.

Auch hier wurde eine Suchmannschaft entsandt, die nach einiger Zeit den jungen Mann mit einer Knöchelverletzung auffinden konnten. Auch er wurde von der Bergrettung sicher ins Tal gebracht.

 

Bei der Übungsnachbesprechung würdigten Landeseinsatzleiter Martin Gurdet und Gebietseinsatzleiter Roman Lechner – der auch die Übung organisierte, die Zusammenarbeit zwischen den Ortsstellen und den rund fünfzig Bergrettern.

Weiters wurde auch die Wichtigkeit solcher Übungen betont, da nur so im Ernstfall rasch und effizient Hilfe geleistet werden kann.

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