Fr. Sep 24th, 2021

In der Nacht auf Freitag (24.02.2017) kam es im Gemeindegebiet von Dürnstein zu einem Großeinsatz der Feuerwehr! Gegen 21:45 Uhr wurde der Besitzer eines Bauernhofes in Waldhütten durch explosionsartige Geräusche auf einen Brand aufmerksam. Während die Lebensgefährtin den Notruf absetzte meldeten inzwischen weitere Personen den Brand beim Notruf122. Seitens der BAZ Krems wurden die örtlichen Kräfte mit dem Meldebild B3 Schuppenbrand alarmiert. Bereits auf der Anfahrt wurde Einsatzleiter OBI Michael Pfaffinger (FF Dürnstein) aufgrund des Feuerscheins am Nachthimmel klar, dass es sich um einen Großbrand handelt. Nach Eintreffen und der ersten Beurteilung wurde auf die höchste Alarmstufe B4 erhöht und zusätzliche Feuerwehren nachgefordert.

Dass sich drei Personen noch im Haus befinden sollen, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Weder Mensch noch Tier waren bei Eintreffen der Florianis in Gefahr! Als Schwierigkeit stellte sich allerdings der starke Wind sowie die akute Wasserknappheit an der entlegenen Einsatzörtlichkeit dar. Um das Löschwasser für einen gezielten Löschangriff an den Einsatzort zu bringen, wurde eine ein Kilometer lange Löschleitung aufgebaut, sowie mit rund 20 Tanklöschfahrzeugen ein Pendelverkehr eingerichtet. Unterstützt wurde der Löschwassertransport von drei Großtanklöschfahrzeugen der Feuerwehren St. Pölten, Melk und Pöggstall, sowie einem WLA – Tank der FF Krems.

Aufgrund der hohen Brandbelastung im Wirtschaftsgebäude, welches bei Eintreffen der Feuerwehr bereits in Vollbrand stand, gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig. Erschwert wurde der Einsatz auch durch die starke Rauchentwicklung, welche einen Löschangriff großteils nur unter schweren Atemschutz möglich machte. Da sich im Wirtschaftsgebäude rund 100 Strohballen befinden, werden die Nachlöscharbeiten noch den ganzen Freitag andauern. Weiters befand sich ein Traktor im brennenden Gebäude, welcher ein Raub der Flammen wurde. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Brandursache sowie der entstandene Schaden sind noch unbekannt und werden von Brandermittlern der Polizei erhoben. Insgesamt standen 26 Feuerwehren aus den Bezirken Krems, Melk und St. Pölten mit 200 Mitgliedern im Einsatz.

Fotos: ED – Steyrer