Fr. Mai 14th, 2021

In einer Werkshalle einer Firma im Gemeindegebiet von Pitten fand ein Mitarbeiter am 21. November 2016, gegen 20.35 Uhr, eine Handgranate vor. Unmittelbar nach der Anzeigenerstattung bei der Polizeiinspektion Schwarzau am Steinfeld wurde der Firmenbetrieb sofort eingestellt und alle Angestellten aus dem Gebäude evakuiert.

Weiters wurde der Entschärfungsdienst des Bundesministeriums für Inneres angefordert. Das Sprengstoffkundige Organ begutachtete die Handgranate und stellte fest, dass es sich um ein russisches Fabrikat mit vorgespanntem Zündsystem und entferntem Splint handelt und das Kriegsrelikt als besonders gefährlich einzustufen ist. Die Handgranate war nicht transportfähig.

Zur gezielten Sprengung der Handgranate vor Ort wurden sämtliche Sicherungsmaßnahmen getroffen und Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettung, sowie weitere Bedienstete des Entschärfungsdienstes des Einsatzkommandos Cobra Wien beigezogen.
Gegen 01.05 Uhr fand die gezielte Sprengung statt. Zuvor wurde auf dem Gelände ein Sprengplatz eingerichtet. Durch die Sprengung wurden keine Personen verletzt.

Die Angestellten der Firma konnten gegen 01.45 Uhr wieder den Betrieb aufnehmen.

Die Handgranate, bei der es sich um ein Relikt des 2. Weltkrieges handelt, dürfte vermutlich über die Zulieferung von Altpapier zu der Firma gelangt sein.

Fotos: FF Pitten und LPD NÖ
Text: SID NÖ