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NÖ/ Bez. NK: Herausfordernde Übung in Edlitz

Der 21.Juni 2016 wird vielen Feuerwehrmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Edlitz noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Auf der Südautobahn bei Grimmenstein kam es um die Mittagszeit zu einem folgenschweren Auffahrunfall zwischen einem voll besetzten Reisebus und einem am Stauende stehenden Sattelschlepper. Insgesamt 40 Personen erlitten bei den verheerenden Unfall damals zum Teil schwere Verletzungen! Vor allem bei solch großen Schadenslagen stellt vor allem die Erstphase eine extreme Herausforderung für die eingesetzten Einsatzkräfte und besonders für den Einsatzleiter dar.

Aufgrund der Vielzahl an Verletzten und dem weitläufigen Schadensbild gilt es besonders am Anfang die Lage mit klaren Kopf zu beurteilen und die richtigen Schritte zu setzen, um den Einsatzerfolg zu gewährleisten!

Vergangenes Wochenende nahmen es sich OBI Gregor Köck und LM Patrik Lechner zur Aufgabe, eine Übung auszuarbeiten, welche einem Ernstfall nahezu nichts nachstand. Da die Übung gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Pitten abgehalten wurde, wurde ein schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn simuliert (die Einsatzgebiete der beiden Feuerwehren auf der A2 grenzen sich).

Die Mitglieder der beiden Feuerwehren wussten bis zur Übungsalarmierung nur, dass eine Übung stattfinden wird, um den Überraschungseffekt und die Ungewissheit, wie sie auch bei realen Einsätzen herrscht, gegeben ist. Die Alarmierung zur Übung lautete dann „schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen im Pumperwaldl, näheres nicht bekannt“!

Am gestellten Autobahnunfall eingetroffen, erwartete die Einsatzkräfte der ersteintreffenden Feuerwehr Edlitz und dem RK Aspang, ein Unfall mit insgesamt 4 beteiligten Fahrzeugen, wobei ein Fahrzeug zu diesem Zeitpunkt bereits in Vollbrand stand. Vom Übungseinsatzleiter EOBI Johannes Friesenbichler wurde mit dem Gruppenkommandant des RLF Edlitz eine erste Erkundung gestartet. Dabei wurde festgestellt, dass eine Person aus einem Fahrzeug geschleudert wurde, sowie in den drei anderen Fahrzeugen insgesamt 5 Personen eingeklemmt sind.

Um es für die Menschenrettung aus den Fahrzeugen möglichst real zu gestalten, wurden im Vorfeld bei der Übungsausarbeitung Fotos von vergangenen Unfällen herangezogen, um die Fahrzeuge realitätsnah zu Verformen. Auch die gestellten Opfer wurden dementsprechend geschminkt, um den Rettungsdienst Mannschaften eine Aufgabe zu stellen.

Während von einem Trupp der brennende Pkw unter schweren Atemschutz bekämpft wurde, wurde permanent von anderen Trupps des RLF und TLF die Verletzten betreut und die Menschenrettung aus dem ersten Fahrzeug vorbereitet. Nachdem die FF Pitten eingetroffen ist (von der Anfahrt wurde ein Zeitfenster gewählt, welches mit der Autobahnanfahrt übereinstimmt), wurden vom Übungsleiter die Befehle an die Gruppenkommandanten erteilt. Diese lauteten „Menschenrettung aus dem silbernen Fahrzeug und Unterstützung bei der Menschenrettung aus dem auf der Seite liegenden Ford“.

Während die „verletzten Personen“ aus den ersten beiden Fahrzeugen rasch befreit werden konnten, verlangte die Rettung der letzten zwei eingeklemmten aus dem Ford Galaxy alles an Erfahrung und technischen Gerät ab! Rund eine Stunde hatten die Helfer der Rettung und Feuerwehr damit zu kämpfen, alle 5 eingeklemmten Personen aus den teils stark deformierten Unfallfahrzeugen zu befreien und für den Abtransport der Rettung vorzubereiten. Trotz der schweren und anstrengenden Bedingungen aufgrund des gestellten Unfallszenarios, zeigten sich alle eingesetzten Kräfte bei der Übungsnachbesprechung begeistert vom Umfang und der realen Gestaltung der Übung! Anbei die besten Bilder der spektakulären Übung in Edlitz:

Fotos und Text: Lechner

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