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NÖ / STMK: Länderübergreifende Alarmübung im Semmeringtunnel

Alle 5 Jahre müssen die größeren Autobahntunnel beübt und die Sicherheit geprüft werden. So war in der Nacht auf Donnerstag der Semmeringtunnel Schauplatz einer großen Übung der Blaulichtorganisationen aus den zuständigen Bundesländern Niederösterreich und Steiermark!

Seitens der ASFINAG wurden beide Tunnelröhren um 19 Uhr für den gesamten Verkehr gesperrt. Eine Umleitung des Verkehrs über die Semmering Passstraße wurde eingerichtet. Simuliert wurde auf der Tunnelröhre Richtung Wiener Neustadt ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen. Insgesamt 4 Personen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Als zusätzliches Schadensszenario wurde ein beginnender Fahrzeugbrand dargestellt.

Nach der Vorbereitung der Schadenslage wurden gegen 20 Uhr die zuständigen Portalfeuerwehren zum Einsatz in den Semmeringtunnel alarmiert. Diese setzen sich bei Einsätzen im Semmeringtunnel aus drei Feuerwehren aus dem steirischen Bezirk Bruck / Mürzzuschlag und drei Feuerwehren aus dem Bezirk Neunkirchen zusammen, welche mit speziellen Tunnelfahrzeugen ausgestattet sind.

Bereits die An – bzw. Einfahrt in die Tunnelröhren muss bei Bränden und Unfällen in enger Zusammenarbeit mit der Tunnelwarte Bruck koordiniert werden. Um die Übung so real wie möglich zu gestalten wurde von Figuranten ein Rückstau simuliert, welcher die nachkommenden Fahrzeuge nach einem Unfall im Tunnel darstellt. Unter schweren Atemschutz wurde von den erst Eintreffenden Feuerwehreinsatzkräften eine Lageerkundung durchgeführt und die Menschenrettung der verunfallten durchgeführt. Um schnellst möglich kompetente Hilfe zu leisten, wird bei derartigen Ereignissen immer ein speziell ausgearbeiteter Alarmplan der Portalfeuerwehren eingehalten, welcher es ermöglicht von beiden Seiten in einer voll gesperrten Tunnelröhre ein zu fahren. Hierfür werden die vorhandenen „Querschläge“ (Querverbindungen der beiden Tunnelröhren) genutzt.

Nachdem der simulierte Brand gelöscht und der Tunnel durch die aktivierte Rauchentzugsanlage „Rauchfrei“ war, fuhren die Fahrzeuge des Rettungsdienstes der beiden Bundesländer ein, um die Verletzten zu versorgen. In enger und perfekter Zusammenarbeit der eingesetzten Blaulichtorganisationen konnte die Übungslage kompetent und professionell abgearbeitet werden.

Nachdem die Bergungs und Aufräumarbeiten abgeschlossen waren, konnte die Totalsperre der Tunnelröhre Richtung Steiermark gegen 23 Uhr aufgehoben werden. Die Röhre Richtung Wiener Neustadt blieb bis 5 Uhr für weitere im Voraus geplante Wartungsarbeiten gesperrt!

An dieser Übung teil nahmen:

Feuerwehren Stmk: Steinhaus am Semmering, Spital am Semmering, Mürzzuschlag und Hönigsberg mit 49 Mitgliedern und 10 Fahrzeugen

Feuerwehren NÖ: Maria Schutz, Schottwien, Kurort Semmering und Atemluftfahrzeug des Abschnittes Gloggnitz mit 47 Mitgliedern mit 10 Fahrzeugen

Rotes Kreuz der Bezirke Bruck – MZ und Neunkirchen mit 20 Mitgliedern und 8 Fahrzeugen

Vertreter der Bezirkshauptmannschaften Bruck – MZ und Neunkirchen
ASFINAG
Polizei

Fotos: Lechner und Kodym

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