Di. Sep 28th, 2021

Aufsehenerregender Großeinsatz am Donnerstagabend (08.09.2016) auf der Südautobahn (A2) im Wechselabschnitt! In der Feuerwehr Bezirksalarmzentrale Neunkirchen ging gegen 16:45 Uhr ein Notruf über einen stark rauchenden Doppeldeckerbus auf der A2 Richtung Graz im Bereich Abfahrt Krumbach ein. Laut Anzeiger sollen die Businsassen bereits im Freien sein und beim Bus eine starke Rauchentwicklung zu sehen sein. Vom Disponenten wurden die für diesen Autobahnabschnitt zuständigen Feuerwehren Aspang und Grimmenstein Markt mit dem Meldebild „Autobahn Fahrzeugbrand“ alarmiert.

Währenddessen gingen auch bei den Alarmzentralen der anderen Blaulichtorganisationen mehrere Notrufe ein, die allerdings von einem fortgeschrittenen Reisebusbrand mit mehrfachen Personenschaden redeten. Aufgrund der Meldungen wurde ein Großaufgebot an Rettungsfahrzeugen und sogar ein Notarzthubschrauber auf die A2 geschickt!

Vor Ort angekommen fanden die ersten Helfer eine völlig entspannte Lage vor. Der vermeintlich brennende Reisebus kam unmittelbar vor dem Königsbergtunnel nach einem Turboschaden in einer Ausweichbucht zum Stillstand. Die Anfangs starke Rauchentwicklung war aufgrund des Turbodefekts zurück zu führen! Vom Buslenker wurden die Fahrgäste aus dem Bus gebracht wo sie sich in einem sicheren Bereich abseits der Fahrbahn aufhielten. Sichtlich verwundert und erstaunt waren die reisenden aus Tirol, als der Rettungseinsatz anlief und nach und nach die Blaulichtfahrzeuge an der Einsatzstelle eintrafen und der Notarzthubschrauber über der Autobahn kreiste!

Die Einsatzkräfte appellieren einmal mehr, bei den Notrufmeldungen nicht drastisch zu übertreiben und sich am Unfallort einen kurzen Überblick zu verschaffen um genaue Angaben machen zu können. Wäre es gestern an einem anderen Ort zu einem tatsächlichen Großunfall gekommen, hätten die Rettungsmittel wesentlich längere Anfahrtszeiten gehabt! Wichtige Zeit die bei einem Ernstfall über Menschenleben entscheiden hätte können!

Für den Weitertransport der rund 60 reisenden wurde ein Ersatzbus angefordert um die Fahrgäste von der Einsatzstelle zu verbringen. Seitens der FF Grimmenstein Markt wurde der Defekte Reisebus von der Gefahrenstelle verbracht. Für die Dauer des Einsatzes kam es im Abendverkehr zu einem 2 Kilometer langen Rückstau.

Fotos: ED – Lechner