Di. Okt 19th, 2021

Eine Pensionistin ist am Mittwoch in Gloggnitz (Bezirk Neunkirchen) in den Schwarzakanal gestürzt und durch die starke Strömung abgetrieben worden. Ihr Sohn und zwei Helfer sprangen ins Wasser, um zu helfen. Die Seniorin überlebte das Unglück nicht.

Die 74-Jährige aus dem Bezirk Neunkirchen hatte am Mittwochnachmittag allein im Garten gearbeitet und wollte unmittelbar neben der Böschung zum Werkskanal Bäume setzen. Dabei rutschte die Pensionistin ins Wasser. Der Sohn der Pensionistin bemerkte das Unglück und sprang ins Wasser nach, um seiner Mutter zu Hilfe zu kommen. Beide wurden schließlich rund 200 Meter Flussabwärts getrieben, ehe sie von der Wehranlage Heufeld gestoppt wurden. Andere Personen wurden auf die Hilferufe aufmerksam. Eine 41-Jährige und ein 52-Jähriger hörten die Hilferufe des Mannes und zögerten nicht und sprangen ebenfalls ins Wasser im Hilfe zu leisten. Sie konnten sich aber nicht aus dem Wasser befreien.

Erst die eintreffenden Feuerwehren Gloggnitz Stadt und Schlöglmühl konnten die drei Personen, die sich bei der Wehranlage versuchten über Wasser zu halten, aus dem Bach retten. „Die Pensionistin war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr ansprechbar. Unverzüglich wurde von den Feuerwehrmännern mit der Reanimation begonnen“, sagte Einsatzleiter Thomas Rauch von der Feuerwehr Gloggnitz Stadt.

Zwei Rettungswägen und der Notarzthubschrauber wurden zur Einsatzstelle entsandt. Das Notarztteam setzte die Wiederbelebung fort.Die Pensionistin wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Spital geflogen. Bei der Rettung betrug deren Körpertemperatur bereits unter 30 Grad. Auf der Intensivstation des Landesklinikums Neunkirchen kämpften die Ärzte um das Leben der Frau. Der Sohn und die Ersthelferin wurden mit den Rettungswägen ins Krankenhaus gebracht. Die Unfallursache wird von der Polizei ermittelt.

Fotos: ED – Antosik, Lechner
Text: ORF NÖ