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NÖ/ Bez. NK: Falsche Notrufangaben nach Verkehrsunfall führen zu Großeinsatz auf der A2!

In der Nacht auf Sonntag (20.03.2016) kam es zu einem Großeinsatz der Einsatzkräfte auf der Südautobahn, zwischen dem Knoten Seebenstein und Wiener Neustadt! Gegen 2:15 Uhr gingen mehrere Notrufe über einen schweren Verkehrsunfall in der BAZ Neunkirchen ein. Dabei war die Rede, dass sich auf der A2 Richtung Wien, Höhe Rastplatz Schwarzau am Steinfeld ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und einem beteiligten Reisebus ereignet haben soll. In einer weiteren Anzeige wurde angegeben, dass sich auch mehrere Kinder auf der Fahrbahn befinden sollen.

Aufgrund der unterschiedlichen Angaben, und der Meldung vom beteiligten Reisebus, wurden die Feuerwehren Neunkirchen Stadt und Schwarzau am Steinfeld, mehrere Rettungsfahrzeuge der RK Stützpunkte Neunkirchen und Wiener Neustadt, die ASFINAG sowie die Autobahnpolizei zur Unfallstelle entsandt. Dort angekommen, bot sich den Helfern folgendes Bild: Ein Pkw Lenker verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und krachte frontal gegen die rechte Leitschiene. Das Fahrzeug wurde in weiterer Folge auf die erste Fahrspur geschleudert und kam dort zum Stillstand. Ein nachkommender Fahrzeuglenker bemerkte das Unfallfahrzeug zu spät, und rammte dieses frontal. Nachkommende Fahrzeuge hielten an der Unfallstelle an und sicherten bis zum Eintreffen der ersten Einsatzkräfte ab.

Den gemeldeten, am Unfall beteiligten Reisebus, bzw. die auf der Fahrbahn befindlichen Kinder, gab es allerdings nicht an der Einsatzstelle vorzufinden! Die Lenker der beiden am Unfall beteiligten Fahrzeuge blieben völlig unverletzt. Nach der vor Ort befindlichen Lage, konnte ein Großteil der anrückenden Einsatzkräfte bereits auf der Anfahrt, bzw. kurz nach dem Eintreffen wieder storniert werden.

Nach der Absicherung der Einsatzstelle und der polizeilichen Freigabe wurden die beiden Fahrzeuge, an denen Totalschaden entstand, von der FF Neunkirchen Stadt mittels SRF und WLF geborgen und verbracht. Weiters musste die Fahrbahn von zahlreichen Fahrzeugteilen und Glassplittern gesäubert, und ausgelaufene Betriebsmittel gebunden werden. Nach rund 1.5 Stunden konnte der Einsatz beendet werden.

Die Einsatzkräfte appellieren an die Melder beim Absetzen des Notrufes, ruhig zu bleiben und die Lage vor Ort nicht extrem übertrieben dar zu stellen. Aufgrund der Meldung, des nicht stattgefunden Unfalls mit dem beteiligten Reisebus und den Kindern auf der Fahrbahn, sind wertvolle Ressourcen auf die Autobahn geschickt worden, die bei einem „richtigen Notfall“ gefehlt, bzw. eine weitaus längere Anfahrt gehabt hätten!

Fotos: ED – Lechner

 

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