Sa. Feb 27th, 2021

Während die Löschmannschaften im südlichen Niederösterreich bei Reichenau an der Rax bei einem Waldbrand im Großeinsatz standen, wurden am Nachmittag auch die Feuerwehren im Waldviertel zu einem großen Waldbrand alarmiert. In einem Waldstück bei Mödring brach aus noch unbekannter Ursache ein Brand aus. Die Rauchsäule war bereits von weiten sichtbar. Beim Eintreffe der Feuerwehren Mödring und Horn wurde umgehend auf die höchste Alarmstufe B4 alarmiert und weitere 9 Feuerwehren zur Einsatzstelle beordert.

Dramatisch stellte sich der Einsatz in der Erstphase dar. Der Brand befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in gefährlicher Nähe eines Einfamilienhauses. Zwei Personen mit leichter Gehbehinderung wurden von den Florianis gerettet und das Rote Kreuz übergeben. Sie wurden folglich ins Krankenhaus gebracht, so Sascha Drlo (Pressesprecher Bezirksfeuerwehrkommando Horn).

Ein umfassender Löschangriff wurde von drei Seiten gestartet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Im Zentrum des Einsatzbereiches stand eine Holzhütte in Vollbrand. Aufgrund der starken Rauchentwicklung waren die Löscharbeiten teilweise nur unter schweren Atemschutz möglich. Aufgrund der Wasserknappheit musste mittels Tanklöschfahrzeugen und Güllefässern das Löschwasser herbei gebracht werden. Insgesamt war eine Fläche von rund 5 Hektar betroffen. Laut Drlo mussten im Zuge des Einsatzes auch 6 Feuerwehrmitglieder vom Roten Kreuz mit Kreislaufschwäche behandelt werden. Die Brandursache ist noch unbekannt. Gegen 22 Uhr konnte ein Teil der Mannschaft abgezogen werden. Insgesamt standen 11 Feuerwehren mit rund 115 Mitgliedern im Einsatz.

Fotos: ED – Führer