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NÖ/ Bez. WN: Wald- und Flurbrand in Großmittel

Wie schnell aus einem „kleinen“ Flurbrand (B1) ein größerer Wald- und Wiesenbrand (B2) entstehen kann, haben einige Feuerwehren live miterleben müssen. Am 07.08.2015 um 16:34 Uhr wurden die Feuerwehren Haschendorf und Ebenfurth zu einem Flurbrand bei der Zufahrtsstraße zum Gelände der Firma Pittel+Brausewetter (beim Kreisverkehr LH159-B17) alarmiert.

Schon bei der Anfahrt bemerkte der Einsatzleiter im Tank 2-Haschendorf (TLF-A 2000), dass es sich nicht mehr um einen Flurbrand handelt. Infolge der anhaltenden Hitzewelle und Trockenheit bewirkten mit Hilfe des Windes eine sehr rasche Ausbreitung des Feuers in den Wald hinein. Durch das neue Lagebild wurde vom Einsatzleiter die Feuerwehren Sollenau, Ober- und Untereggendorf, Zillingdorf Markt sowie Großtanklöschfahrzeuge der Feuerwehr Wiener Neustadt, zum Wald- und Flurbrand im Sektor F, nachgefordert.

Da bei den ersten Löscharbeiten zusätzliche mit Atemschutz vorzugehen war wurde noch ein Team des Roten Kreuzes hinzualarmiert. Wegen der anhaltenden starken Rauchentwicklung und des ungünstig wehenden Windes, wurde von der Polizei zur Sicherheit die LH159 zwischen dem Kreisverkehr LH159-B17 und Kanalbrücke gesperrt. Angesichts der unterschiedlich langen Anfahrtswege der nachalarmierten Feuerwehren, konnten die einzelnen Feuerwehren gruppenweise an verschiedene Brandherde, nach Dringlichkeit der Löscharbeiten, vom Einsatzleiter bestmöglich verteilt werden.

Dank der professionellen umfassenden Löschangriffes und dem raschen Aufbau der Löschwasserversorgung vom Wiener Neustädter Kanal mittels mehrerer Tragkraftspritzen (TS) konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Nach der „heißen“ Phase wurde die Feuerwehr Lichtenwörth zur Ablösung der Feuerwehr Untereggendorf alarmiert, da diese beim Feuerwehrfest in Untereggendorf benötigt wurde. Ab 19:30 Uhr konnte die Einsatzleitung gestaffelt einigen Tanklöschfahrzeuge den Befehl zum Einrücken geben, da der Brand gelöscht wurde und nur noch einzelne Glutnester mit Hilfe von Löschrucksäcken abgelöscht werden mussten. Um 20:40 Uhr konnte dann endgültig vom Einsatzleiter „Brand aus“ gegeben werden und alle Feuerwehren die Einsatzbereitschaft wieder herstellen. Um 21:00 Uhr konnten wir der BAZ-Wiener Neustadt, nach der Reinigung aller eingesetzten Schläuche und dem Auffüllen aller Treibstoff- und Wassertanks, die Einsatzbereitschaft melden.

Zur Nachkontrolle des Brandes, rückte um 22:00 Uhr Tank 2-Haschendorf (TLF-A 2000) mit 5 Mann und mehreren Löschrücksäcken aus. Hier wurde nochmals das gesamte betroffene Gelände abgegangen und einzelne Glutnester abgelöscht. Der Kontrolltrupp konnte um 23:45 Uhr die Einrückemeldung an Florian 21 absetzen.

Eingesetzte Kräfte während des Brandes:

FF-Haschendorf (3 Fahrzeuge mit 15 Mann)
FF-Ebenfurth (3 Fahrzeige mit 9 Mann)
FF-Sollenau (4 Fahrzeuge mit 32 Mann)
FF-Ober-und Untereggendorf (5 Fahrzeuge mit 25 Mann)
FF-Zillingdorf Markt (2 Fahrzeuge mit 19 Mann)
FF-Wiener Neustadt (3 Fahrzeuge mit 10 Mann)
FF-Lichtenwörth (3 Fahrzeuge mit 18 Mann)
PI-Eggendorf (1 Fahrzeug mit 2 Mann)
PI-Sollenau (1 Fahrzeug mit 2 Mann)
Rotes Kreuz (4 Fahrzeug mit 6 Mann)

Eingesetzte Kräfte während der Kontrollfahrt:

FF-Haschendorf (1 Fahrzeug mit 5 Mann)

Insgesamt waren bei diesem Einsatz 143 Kräfte eingesetzt, von denen 133 freiwillige Kameraden waren (aus 8 freiwillige Feuerwehren), 27 Einsatzfahrzeuge und mehrere Kilometer Schlauchleitungen eingesetzt.

Fotos: Thomas Lenger – Text: FF Haschendorf

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