Mi. Aug 4th, 2021
Wie schnell aus einem Routine-Einsatz eine Lebensgefährliche Situation werden kann, mussten heute die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ebreichsdorf und Pottendorf auf der A3 erleben. Die Feuerwehren wurden zu mehreren Flurbränden auf der Autobahn alarmiert. In Fahrtrichtung Burgenland brannte es an einer, in Fahrtrichtung Wien an zwei stellen. Die Feuerwehr Ebreichsdorf konnte den Flurbrand auf der Richtungsfahrbahn Burgenland rasch löschen und mit einem Wasserwerfer von der linken Fahrbahn aus auch große Teile eines weiteren Flurbrandes auf der Richtungsfahrbahn Wien löschen. Währenddessen löschten die Pottendorfer Einsatzkräfte einen großen Flurbrand 100 Meter weiter vorne. Dabei wurden sie dann auch von den Einsatzkräften der FF Ebreichsdorf unterstützt. Es kam während des Brandes zu einer starken Rauchentwicklung auf der A3 in beiden Fahrtrichtungen.
Als die Brände bereits gelöscht und die Feuerwehren nur mehr mit Nachlöscharbeiten beschäftigt waren, kam es zu einem dramatischen Zwischenfall. Obwohl die Einsatzstelle von mehreren Feuerwehrfahrzeugen sowie einer Streife der Autobahnpolizei abgesichert und der Pannenstereifen sowie die erste Fahrspur gesperrt waren, kam ein Fahrzeuglenker vermutlich mit überhöhter Geschwindigkeit zur Einsatzstelle. Anstatt an der freien 2. Fahrspur durchzufahren verriss der Lenker aus bisher ungeklärter Ursache seinen Wagen auf der Überholspur, prallte gegen ein Einsatzfahrzeug der FF Ebreichsdorf und schließlich in die Leitschienen! In letzter Sekunde konnten sich ein Feuerwehrmann aus Ebreichsdorf und einer aus Pottendorf mit einem Sprung zur Seite retten! Der schwer verletzte Lenker wurde von einem anwesenden Feuerwehrmann, der auch Sanitäter ist erstversorgt und mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht. Der Wagen wurde schwer beschädigt, die A3 musste für ca. 1 Stunde gesperrt werden.
Es war ein großes Glück, das bei dem Einsatz weder die direkt bei dem beschädigten Einsatzfahrzeugen befindlichen als auch die direkt auf der Böschung hinter den Leitschienen befindlichen Einsatzkräfte nicht verletzt wurde. Warum der Mann in die mehrfach abgesicherte Unfallstelle so schnell eingefahren ist, ist unklar!
Fotos: Thomas Lenger