Di. Mai 11th, 2021

Am Dienstag den 14.07.2014 wurde um 16:05 Uhr,  die FF Haschendorf, FF Ebenfurth und FF Siegersdorf zu einem Flächenbrand auf die Schießbahn des ARWT Großmittel alarmiert. Bei einer Übung mehrere militärischer Einheiten wurde, trotz vorliegender Warnung bezüglich hoher Waldbrandgefahr eine Signalpatrone zur Kennzeichnung eines Hubschrauberlandeplatzes eingesetzt.

Die Signalpatrone wurde am Rand des Schießplatzes des ARWT Großmittel eingesetzt. Aufgrund des starken Windes wurde das Gras in Brand gesetzt. Erste Löschversuche durch die übenden Einheiten waren erfolglos woraufhin über Notruf, gem. Alarmplan Großmittel, die Feuerwehren Haschendorf, Ebenfurth und Siegersdorf alarmiert wurde.

Bei der Anfahrt zum Einsatzort wurde durch den Einsatzleiter Kontakt mit dem Sicherheitsoffizier (SiOffz) des ARWT aufgenommen. Da bereits telefonischer Kontakt mit dem Kommandanten der übenden Einheiten bestand wurde alle Einsatzfahrzeuge in den Bereich des Brandherdes dirigiert und am Rande des Schießplatzes aufgestellt um ein Übergreifen auf den naheliegenden Wald, Abstand ca. 70m, zu verhindern. Nach Eintreffen des Sicherheitsoffizier, ca. ½ Stunde nach Alarmierung, wurde von diesen, gemeinsam mit dem Einsatzleiter, die Lager erkundet und zur Brandbekämpfung, unter Einhaltung der üblichen Sicherheitsbestimmungen, freigegeben.

Die üblichen Sicherheitsbestimmungen bedeuten, das sich Mannschaft als auch Fahrzeuge nur auf den Brandschutzstreifen sich bewegen dürfen und das direkte Betreten des Brandabschnittes nicht gestattet ist. Der vorliegende Brandabschnitt hatte einen Umfang von ca. 1.670 m und eine Fläche von geschätzt 60.000m². Der starke Rauch war selbst bis Eggendorf merklich wahrnehmbar. Bränden auf der Schießbahn werden von uns, sofern die Freigabe vorliegt, durch Einsatz „unserer Flächenbrandbekämpfungsfackel“ mittels Gegenfeuer bekämpft.

Unsere primäre Aufgabe dabei ist es, das Überspringen des Brandes auf einen anderen Brandabschnitt, oder in diesem Falle das Überspringen des doch naheliegenden Waldes, zu verhindern. Dies ist auch der Grund, warum meist nach kurzer Zeit eine riesige Rauchsäule zu beobachten ist. Abschließend werden die Brandränder und naheliegende Glutnester mit Wasser nachgelöscht. Das betreten ist auf Grund möglicher Blindgänger nicht gestattet. Bei diesen Brand wurde, je nach Rauchstärke und Rauchrichtung die Tanklöschfahrzeuge rund um zur Beobachtung und zum raschen Eingreifen bei einen Übergriff aufgestellt, wobei immer 1 Tanklöschfahrzeug als Reserve und Unterstützung bereit stand. Zum Ablöschen der Brandränder wurden ca. 11.000L Wasser benötigt. Um 18:38 Uhr konnte durch den Einsatzleiter „Brand Aus“ und nach einer Abschließenden Kontrolle und einer dringend notwendigen Fahrzeugwäsche um 19:29 Uhr die Einsatzbereitschaft an die BAZ Wiener Neustadt gemeldet werden.

Eingesetzte Kräfte:

FF Haschendorf (MTF, TLF-A 2000, TLF 1000)
FF Ebenfurth (TLF-A 4000, TLF-A 2000)
FF Siegersdorf (TLF-A 2000)

Fotos: FF Ebenfurth und FF Haschendorf / Text: FF Haschendorf (Eduard Schlögl)