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NÖ/ Bez. HL: Weltuntergangsstimmung südlich von Hollabrunn (Foto-Update und Endbericht)

Unwetter, Hagel, massiver Starkregen und Sturm, vor allem im Bereich Breitenwaida, Göllersdorf und Großstelzendorf führten zu dramatischen Szenen südlich von Hollabrunn. Am 06.05.2015 kurz nach 2:30 Uhr ging für nur etwa 30 Minuten ein massives Unwetter nieder. Teilweise spielten sich dabei dramatische Szenen ab. Bäume wurden ausgeschwemmt und entwurzelt. Unzählige Keller wurden weit über einen Meter mit Schlammmassen geflutet. Manche Keller waren bis zur Decke voll mit Wasser und Schlamm. Der Schlamm musste Großteils per Hand aus den betroffenen Objekten gebracht werden. Ein 93jähriger Gehbehinderter wurde samt seinem Bett zur Seite gespült und wurde von Nachbarn gerettet. Viele Autos wurden weggeschwemmt oder durch Trümmer beschädigt. Autos in den Garagen schwammen mit dem Wasser bis an die Garagendecke auf.

Ein Kleinkind wurde in Groß Stelzendorf im Feuerwehrhaus versorgt, da die Eltern nicht mehr an die Babynahrung kommen konnten. Einige Straßen standen bis zu 20cm unter Schlamm und mussten bis zur Reinigung gesperrt werden Einzelne Wohnhäuser wurden komplett verwüstet. Gewerblich genutzte Objekte sind teilweise mit über 1000 Kubikmeter Wasser vollgelaufen. Einige Feuerwehrmitglieder konnten zum Zeitpunkt der Alarmierung aufgrund des heftigen Unwetters nicht einmal das Haus verlassen, in anderen Orten waren Feuerwehrhäuser von der Umwelt zunächst abgeschnitten.  Zur Unterstützung und Koordinierung der eingesetzten Feuerwehren wurde die Bezirksalarmzentrale Hollabrunn besetzt. Im Minutentakt trafen Anrufe am Feuerwehrnotruf von verzweifelten Bürgerinnen und Bürger ein. Bezirksfeuerwehrkommandant Alois Zaussinger führte Bezirkshauptmann Mag. Stefan Grusch und Bürgermeister Erwin Bernreiter zu den wichtigsten Einsatzstellen. Bürgermeister Josef Reinwein unterstützte die Feuerwehrkräfte in der Gemeinde Göllersdorf. In den Mittagsstunden waren bereits über 50 Feuerwehren zeitgleich im Einsatz. Nach den stundenlagen anstrengenden Arbeiten wurden die ersten Feuerwehrmitglieder durch neue Feuerwehrkräfte abgelöst. Bis in den frühen Abend kämpften über 400 Feuerwehrmitglieder gegen das Wasser und den Schlamm an. Erst gegen 20:00 Uhr rückte ein Großteil der eingesetzten Kräfte wieder ein.

73 Feuerwehren aus dem Bezirk Hollabrunn wurden heute insgesamt alarmiert. Weit über 400 Feuerwehrmitglieder waren teilweise von 3 Uhr morgens bis in die Abendstunden im Einsatz. In Göllersdorf konnten alle Einsatzstellen abgeschlossen werden und die Kameraden beginnen die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. In Groß Stelzendorf und Breitenwaida werden die Arbeiten bei Einbruch der Dunkelheit abgebrochen und morgen früh fortgesetzt.

Fotos und Text: BFKDO Hollabrunn

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