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NÖ/ Bez. NK: Sperre der S6 nach Lkw Unfall und Folgeunfall zw. Gloggnitz und Neunkirchen

Zu einer mehrstündigen Totalsperre der Semmering Schnellstrasse (S6), Richtung Wiener Neustadt hat heute ein spektakulärer Lkw Unfall geführt. Ein 47 jähriger Lkw – Lenker hat aufgrund eines Zuckersturzes die Kontrolle über sein Schwerfahrzeug verloren. Bereits kurz nach Gloggnitz kam der Sattelzug immer wieder von der Fahrbahn ab, bzw. touchierte die Rand und Mittelleitwand. Dabei dürfte der Tank beschädigt worden sein, was zu einer 2.5 Kilometer langen Ölspur geführt hat. Zwischen Gloggnitz und Neunkirchen, Höhe Baukilometer 13 fuhr der Lkw auf die Böschung auf und kam auf dieser Schräg zum Stillstand. Der Lenker wurde vom alarmierten Notarzt ins Krankenhaus zur weiteren Behandlung nach dem Zuckersturz gebracht.

Gegen 10:45 Uhr wurde die FF Gloggnitz Stadt zum Lkw Unfall alarmiert. Während der Anfahrt auf die Schnellstrasse, kam es zu einem Folgeunfall auf der Ölverschmierten Fahrbahn, ca. 1.5 Kilometer hinter dem Lkw Unfall. Eine Lenker krachte mit ihrem Wagen frontal gegen die Leitschiene. Sie blieb glücklicherweise unverletzt. Aufgrund der Gefahr durch weitere Unfälle auf der rutschigen Fahrbahn, wurde umgehend die Semmering Schnellstrasse, Richtung Wiener Neustadt total gesperrt. Eine Ableitung über Gloggnitz wurde eingerichtet. Während der verunfallte Pkw von der Last und Rüstlösch Mannschaft der FF Gloggnitz Stadt geborgen wurde, wurden von der restlichen Mannschaft die Erstmaßnahmen beim Lkw Unfall gesetzt.

Für die Bergung des mit 12 Tonnen Stahlrohren beladenen Lkws, wurde von Einsatzleiter Thomas Rauch das 50to Kranfahrzeug der FF Wiener Neustadt nachalarmiert. Nach dem Eintreffen der FF Wiener Neustadt wurden die weiteren Schritte zur Bergung vorbesprochen. Vom Kranfahrzeug wurde der Sattelzug im vordern Bereich aus dem Bankett gehoben, um ihn in weiterer Folge zurück auf die Fahrbahn zu ziehen. Um ein Umstürzen zu verhindern, wurde permanent dazu, mit der Seilwinde des HLF Gloggnitz gegen gesichert. Der beschädigte Lkw wurde nach der erfolgreichen Bergung von der Spedition auf die Raststation Natschbach verbracht. Da Betriebsmittel ausgeflossen sind, wurde von der Wasserrechtsbehörde das Abgraben von Erdreich beauftragt. Weiters musste die Ölverschmierte Fahrbahn von einer Hochdruckkehr, bzw. Reinigungsmaschine gesäubert werden. Gegen 15 Uhr konnte der Einsatz abgeschlossen und nach über 4 Stunden die Autobahnsperre aufgehoben werden.

Fotos: ED – Lechner

 

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