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Eishülle im südl. Waldviertel fordert Dauereinsatz der Feuerwehren

Nebel und Kälte haben im Waldviertel dazu geführt, dass Bäume von einer dicken Eisschicht überzogen sind. Eine Entspannung der Situation ist vorerst nicht in Sicht. Die Landeswarnzentrale spricht von Lebensgefahr in Waldnähe.

Die Landeswarnzentrale Tulln warnte vor Vereisung. Besonders betroffen sind das Waldviertel und einzelne Gebiete südlich der Donau. Durch die niedrigen Temperaturen besteht weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen, durch aufkommenden Wind rechnet man mit einer Verschärfung der Situation. Entspannung dürfte es im Laufe des Tages nur unterhalb von 700 Metern geben.

Über Nacht sinken die Temperaturen wieder, daher dürfte die Lage auch am Dienstag angespannt bleiben. Laut Landeswarnzentrale ist es lebensgefährlich, sich im Wald aufzuhalten. Personen in den betroffenen Gebieten sollten die Nähe von Bäumen, Masten, Stromleitungen und Windkraftanlagen meiden.

Seit Freitag wurden die Feuerwehrleute zu mehr als 230 Einsätzen gerufen. Tiefe Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit führten dazu, dass sich eine dicke Eisschicht auf den Bäumen bildet, sagte der Einsatzleiter der Straßenmeisterei Ottenschlag, Franz Blabensteiner: „Durch das Anfrieren des Nieselregens auf den Bäumen wird die Last so hoch, dass sie zu brechen beginnen und teilweise komplett umgerissen werden und auf der Straße zu liegen kommen.“

Die Straßenmeistereien hätten ihre Arbeit erst bei Tagesanbruch wiederaufnehmen können, so Blabensteiner, „weil man in der Nacht die herabstürzenden Baumwipfel nicht sehen konnte, das wurde zu gefährlich“. Zahlreiche Straßen mussten bereits gesperrt werden. Die Bahnstrecke zwischen Guntersdorf und Zellerndorf war in der Früh unterbrochen, weil ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet, hieß es von den ÖBB.

Zwischen Limberg (Bezirk Hollabrunn) und Eggenburg (Bezirk Horn) fielen aufgrund des gefrierenden Nebels bei sieben Bahnübergängen die Schrankenanlagen oder Lichtsignale aus. Die Züge hielten vor jedem Übergang an, hupten und fuhren dann weiter. Die Feuerwehren rechneten vorerst nicht mit einer Entspannung der Situation.

Fotos: ED – Steyrer – Text: ORF NÖ

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