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Hochwasser Teil 2: Dauereinsatz auch in den Bezirken Lilienfeld und St. Pölten

In den Bezirken Lilienfeld und St. Pölten wurde behördlicher Katastrophenalarm ausgelöst, sagte der zuständige Landesrat Stephan Pernkopf (ÖVP) Freitagmittag. Die Einsatzkräfte haben mit massiven Überflutungen zu kämpfen, zum Teil auch mit Hangrutschungen oder Vermurungen. Ackerflächen stehen unter Wasser, zum Teil sind auch Wohnsiedlungen betroffen. „Das Problem war, dass die Niederschläge, die bis Sonntag prognostiziert waren, innerhalb von 12 Stunden gefallen sind“, so Pernkopf. In de Landeshauptstadt wurden mobile Hochwasserschutzwände aufgebaut und Dämme gesichert.

Zu Mittag waren mehr als 2.000 Feuerwehrleute im Einsatz, tausende Sandsäcke wurden vorbereitet. Probleme gibt es vor allem entlang der Pielach. „Das Pielachtal ist ab Hofstetten quasi abgeschnitten“, sagte Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner. Im Pielachtal regnete es stellenweise mehr als 100 Liter pro Quadratmeter. Zahlreiche Keller waren überflutet, etwa in Türnitz, Rainfeld oder Traisen im Bezirk Lilienfeld. Die Bezirksalarmzentrale Lilienfeld verzeichnete Notrufe im Minutentakt.

Die Pielach trat bereits in den frühen Morgenstunden über ihre Ufer. „Zwischen 4.00 Uhr und 5.30 Uhr ist der Pegel um etwa einen Meter angestiegen“, sagte Einsatzleiter Walter Bugl Freitagfrüh. Um 9.00 Uhr lag der Pegel bereits bei 3,8 Metern. Die Folge sind mehrere Straßensperren, etwa auf der B 39 (Bezirk St. Pölten) – mehr dazu in Straßensperren wegen Hochwassers. Die Bundesstraße wurde dort zum reißenden Fluss.

Die Einsatzkräfte hatten alle Hände voll zu tun, Sandsäcke zu füllen und zu schlichten. „Jede helfende Hand wird gebraucht. Wir machen mit den Sandsäcken die Kellerfenster zu, wir versuchen, schon präventiv Schäden zu vermeiden.“ Denn die Pumpen bringen oft nichts mehr, wie eine Betroffene schildert: „Ich habe vier Pumpen rennen, jetzt muss ich Sandsäcke holen, weil das Wasser auch noch vom Kanal herauskommt.“

Fotos: Einsatzdoku – Text: ORF NÖ

 

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