Fr. Mai 14th, 2021

Gegen 13 Uhr gingen am 18.04.2014 in der Bezirksalarmzentrale Neunkirchen mehrere Notrufe, über einen brennenden Stall in Ternitz Sieding ein. Der Disponent alarmierte unverzüglich die höchste Alarmstufe. Bereits auf der Anfahrt war die enorme Rauchsäule von weiten sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen bereits das angegebene Wirtschaftsgebäude, sowie ein zweites Wirtschaftsgebäude eines angrenzenden Gehöfts in Vollbrand. Rund 30 Rinder konnten in letzter Minute aus den Flammen gerettet werden. Da Anfangs akuter Löschwassermangel herrschte, musste mit mehreren Tragkraftspritzen Löschwasser aus dem naheliegenden Bach entnommen werden. Ein Übergreifen auf die beiden Wohnbereiche und weitere angrenzende Objekte konnte durch den massiven Löscheinsatz von mehreren Seiten verhindert werden. Zwei Personen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Zur Stunde (17 Uhr) sind die Helfer mit den umfangreichen Nachlöscharbeiten beschäftigt. Mittels Unimog mit Ladekran der FF Neunkirchen Stadt muss das Brandgut aus den abgebrannten Wirtschaftsgebäuden ausgeräumt und gezielt abgelöscht werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich noch bis in die Nachtstunden andauern. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Update 19.04.2014:

Nach den umfangreichen Nachlöscharbeiten konnte um 16 Uhr Brand aus gegeben werden!

Fotos und Text: Einsatzdoku

Bericht der SID Niederösterreich:

Am 18. April 2014, gegen 12.45 Uhr, kam es in einem Wirtschaftsgebäude im Ortsgebiet von Sieding, Bezirk Neunkirchen, zu einem explosionsartigen Brandausbruch, der sofort auf ein angrenzendes, durch eine Feuermauer baulich getrenntes Wirtschaftsgebäude übergriff. Beim Eintreffen der Feuerwehren am Brandort standen die beiden Wirtschaftsgebäude, auf Grund des herrschenden Windes und der Windrichtung, bereits im Vollbrand. Zwei Personen, eine 49-Jährige und ein 21-Jähriger aus dem Bezirk Neunkirchen, erlitten beim Austreiben der Rinder aus den brennenden Ställen Rauchgasvergiftungen und wurden von den anwesenden Rettungskräften ins Landesklinikum Neunkirchen eingeliefert. Sämtliche Tiere konnten aus den Ställen getrieben und vor den sich ausbreitenden Flammen gerettet werden. Die Brandbekämpfung wurde von insgesamt 16 Feuerwehren mit 193 Feuerwehrleuten und 36 Feuerwehrfahrzeugen durchgeführt.

Ein Übergreifen des Brandes auf die Wohnhäuser der betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe konnte von den Feuerwehrkräften verhindert werden. Da die Brandursache unklar ist, werden die weiteren Erhebungen von den Bezirksbrandermittlern des Bezirkes Neunkirchen übernommen. Durch den Großbrand musste die Bundesstraße 26 im Bereich Sieding für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Eine Schadenssumme ist derzeit noch nicht bekannt.