Sa. Mai 15th, 2021

Es war zwar keine ruhige Silvesternacht, dennoch heulten die Feuerwehrsirenen in Niederösterreich nicht so oft wie im Vorjahr. Mussten die Löschmannschaften beim vergangenen Jahreswechsel zu 72 Bränden ausrücken, eilten sie bei den diesjährigen Neujahrsfeiern 60 Mal mit Wasser, Drehleitern und Atemschutzgeräten zu Hilfe. Insgesamt standen 1150 Feuerwehrmitglieder aus NÖ im „heißen“ Silvestereinsatz.

In den meisten Fällen gingen Hecken, Müllcontainer und Wiesen in Flammen auf. Der spektakulärste Zwischenfall wurde aus Himberg im Bezirk Wien Umgebung gemeldet. Dort standen das Erdgeschoß und der erste Stock eines Einfamilienhauses in Vollbrand. Die Horrormeldung, dass im Obergeschoß zwei kleine Kinder eingeschlossen seien, erwies sich glücklicherweise als Falschmeldung. Die Hausbesitzer und ihre beiden Sprösslinge waren bei Brandausbruch zwei Häuser weiter bei einem Nachbarn zu Gast. Die Brandursache ist noch unbekannt.

In Eggenburg im Bezirk Horn, mussten die Florianis zu einem Garagenbrand ausrücken. Aus noch unbekannter Ursache geriet das Dach in Brand. Unter schweren Atemschutz wurde der Brand bekämpft, bzw. die Glutnester abgelöscht. Verletzt wurde hier glücklicherweise niemand.

Ungewöhnlich hoch lag in diesem Jahr die Zahl der Autobrände. Gleich fünf Pkw wurden zum Jahreswechsel ein Raub der Flammen. Ein im Industriegebiet von Hagenbrunn im Bezirk Korneuburg abgestellter Kleinwagen brannte beispielsweise völlig aus. Rund um das Fahrzeug wurden von der Feuerwehr mehrere Gaskartuschen entdeckt. Es liegt die Vermutung nahe, dass diese von einem Feuerwerkskörper in Brand geschossen wurden und die Flammen auf das Auto übergriffen.

Auffällig auch der massive Anstieg von Verkehrsunfällen am Silvestertag. 28 Mal mussten die Feuerwehren ausrücken, um schwer beschädigte Fahrzeug von der Straße zu räumen. In drei Fällen war der Crash so heftig, dass eingeklemmte schwer verletzte Insassen von der Feuerwehr mit hydraulischen Rettungsgeräten aus den Wracks geschnitten werden mussten.

In Maria Lanzendorf wurde ein Buswartehäuschen mutwillig beschädigt. Die Holzteile der Hütte lagen im Umkreis von 20 Meter verstreut. Mittels einem pyrotechnischen Gegenstadt dürfte die Holzhütte laut Polizei beschädigt worden sein!

Dass die Feuerbilanz in diesem Jahr etwas freundlicher ausfiel, dürfte vor allem auch auf eine Ursache zurückzuführen sein – auf das feuchte Klima. Entgegen erster Meldungen, der Silvestertag bliebe trocken, setzte tagsüber dann doch Nieselregen ein. Dadurch wurden Wiesen und Wälder ausreichend befeuchtet und vor glühenden Silvesterraketen geschützt.

Fotos: Einsatzdoku.at – Text: NÖLFV