Do. Jun 24th, 2021

Dramatische Szenen spielten sich am heutigen Montag bei einem Brand in einem Neunkirchner Mehrparteienhaus ab. Gegen 11:30 Uhr wurde die FF Neunkirchen Stadt zu einem Brandeinsatz, „starker Rauch dringt aus Wohnung“, ins Stadtgebiet gerufen. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle schlugen bereits meterhohe Flammen aus zwei Gebäudeseiten über mehrere Stockwerke. Hilfeschreie von Wohnungsbesitzern, die sich nicht mehr ins freie retten konnten, da das Stiegenhaus massiv verraucht war, waren zu hören. Sofort wurde mit einer Drehleiter und einem Hubrettungsgerät die Menschenrettung der insgesamt 27 eingeschlossenen Personen von Balkonen und Fenstern in allen 5 Stockwerken gestartet. Vom Roten Kreuz wurde umgehend ein Triageplatz errichtet, um die zahlreichen Personen geordnet betreuen zu können. In der Zwischenzeit wurde mit mehreren Atemschutztrupps der Brand bekämpft, sowie die Wohnungen nach evt. eingeschlossenen Personen durchsucht. Mittels Druckbelüfter wurde das Gebäude belüftet, um den Brandrauch aus dem inneren zu bringen.

Walter Grashofer, Einsatzleiter des Roten Kreuzes: „Insgesamt stand das Rote Kreuz mit 14 Fahrzeugen, darunter die Führungsunterstützungseinheit 1 sowie ein Notfallgerätewagen und 34 Mann im Einsatz. 24 Personen wurden beim Triageplatz ärztlich versorgt. Davon wurden 16 Personen zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Das Verletztenmuster sind leichte Rauchgasvergiftungen. Schwerwiegende Verletzungen mussten glücklicherweise nicht behandelt werden. Im Einsatzverlauf wurde zur weiteren Betreuung das Kriseninterventionsteam angefordert.“

Sascha Brenner, Einsatzleiter der FF Neunkirchen Stadt: „Seitens der Feuerwehr mussten 27, vom Brandrauch eingeschlossene Personen mittels Drehleiter und Teleskopmastbühne vom Balkon und Fenstern gerettet werden. Weiters wurden zwei Katzen sowie ein Hund gerettet. Um ausreichend Atemschutzträger zur Verfügung zu haben, wurden die Feuerwehren Neunkirchen Peisching, Neunkirchen Mollram, Breitenau sowie das Atemluftfahrzeug der FF Ternitz Rohrbach nachalarmiert. Die Zusammenarbeit der im Einsatz stehenden Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei funktionierte ausgezeichnet!“

Der entstandene Schaden an dem Mehrparteienhaus ist enorm. Durch den Brand sowie die starke Rauchentwicklung ist das Haus vom Erdgeschoss bis ins Obergeschoss stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Seitens der Feuerwehr wurde das Mehrparteienhaus bis auf weiteres gesperrt. Ein Bausachverständiger soll entscheiden ob einige Mieter zurück in ihre Wohnungen können oder nicht. Die Brandursache ist noch unbekannt. Ein Brandermittler der Polizei hat die Erhebungen vor Ort aufgenommen. Insgesamt standen 5 Feuerwehren mit 13 Fahrzeugen und 50 Mann, das Rote Kreuz mit 14 Fahrzeugen und 34 Mitglieder, sowie die Polizei mit mehreren Streifen im Einsatz. Zusätzlich wurde das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes zur Betreuung der Mieter angefordert.

[box type=“note“ style=“rounded“]Fotos und Text: Einsatzdoku[/box]