Mo. Okt 25th, 2021

Gegen 18:30 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine starke Rauchentwicklung im Bereich Krennthalerwand in Maria Schutz. Unverzüglich wurden die Feuerwehren des Unterabschnittes 2 zum Waldbrand mit der Alarmstufe B2 alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die Rauchentwicklung sichtbar. Die Zufahrt zum Einsatzort, die nur über eine Schotterstrasse im Wald möglich war, stellte noch das geringste Problem für die Einsatzkräfte dar. Das eigentliche Problem lag darin, dass ein 600 Meter Fußmarsch über extrem steiles Gelände erzwungen werden musste, um den Brandherd zu erreichen. Ebenso musste das gesamte Schlauchmaterial, das für die 600 Meter lange Leitung zum Brand verlegt werden musste, über das steile Gelände geschleppt werden. Zum Zeitpunkt des Einsatzes hatte es 33.5 Grad Celsius Aussentemperatur, was die Florianis zusätzlich belastete. Um das Löschwasser zu befördern, musste zusätzlich nach rund 200 Meter eine Tragkraftspritze (TS) in die Leitung eingebaut werden. Während dieser Arbeiten, wurde von einem zweiten Teil der Mannschaft mit Löschrucksäcken und Schanzzeug eine weitere Ausbreitung, der mittlerweile 100 qm in Brand stehenden Fläche verhindert. Nachdem die Leitung aufgebaut war, und Wasser Marsch gegeben wurde, wurde die Brandstelle mit einem C-Rohr abgelöscht. Um die Glutnester zu erreichen, musste der Boden mittels Schanzzeug gelockert werden. Von den Einsatzkräften wurden im Brandbereich eine Feuerstelle und anderen Untesilien wie Werkzeug und Getränke vorgefunden. Ob dies mit dem Brandausbruch in Zusammenhang steht, muss noch erhoben werden.

Es waren bei diesem Waldbrand, welcher im Einsatzgebiet der Feuerwehr Maria Schutz lag, die Feuerwehren Breitenstein, Maria Schutz, Schottwien und Semmering mit insgesamt 44 Mitgliedern und neun Fahrzeugen im Einsatz. Weiters stand ein RTW des Roten Kreuzes Gloggnitz mit zwei Sanitätern in Bereitschaft. Um 21 Uhr konnte vom Einsatzleiter Brand Aus gegeben werden. Um 22 Uhr konnte ein Großteil der Mannschaft einrücken. Von der FF Maria Schutz wird bis um 5:30 Uhr eine Brand Wache gehalten, um bei einem neuerlichen Aufflackern der Glutnester rasch zu reagieren.

Zum Schluss muss nochmal angemerkt werden, dass jeder einzelne der eingesetzten Feuerwehrmitglieder großartige Leistungen brachte. Aufgrund der Unzugänglichkeit der Einsatzstelle, und dem Aufbau der Löschleitung steil bergauf, wurden die Kameraden an ihre körperlichen Grenzen getrieben. Jeder einzelne trotze jedoch der Hitze, mit dem Ziel eine weitere Ausbreitung zu verhindern!

 

[box type=“note“ style=“rounded“]Fotos, Video und Text: ED – Patrik Lechner und Erich Kodym[/box]