Do. Apr 22nd, 2021

In der Wachau zieht sich die Donau langsam zurück und die Menschen beginnen aufzuräumen. Jetzt muss der Schlamm schnell beseitigt werden. Gute Nachrichten gibt es vom durchnässten Schutzdamm in Theiß, der zu halten scheint. Der Schutzdamm am Zusammenfluss von Donau und Kremsfluss in der Nähe des Donaukraftwerks (Bezirk Krems) war in den vergangenen Tagen einer der kritischen Punkte. Der völlig durchweichte Damm drohte zu brechen. Doch er scheint zu halten. Seit Sonntag kämpften Feuerwehr und Bundesheer mit allen Mitteln darum, ein Durchsickern des Wassers oder gar ein Brechen des Dammes zu verhindern. Ob der Damm den Wassermassen wirklich standhalten wird, werde sich in den nächsten 48 Stunden zeigen, so die Feuerwehr.

Rund vierzig Kilometer donauaufwärts in der Wachau in Emmersdorf (Bezirk Melk) ging das Wasser in der Nacht auf Donnerstag zurück. Im Laufe des Tages sank der Pegel nur sehr langsam, etwa zwei Zentimeter pro Stunde. In vielen Häusern stand das Wasser am Donnerstagnachmittag noch immer etwa einen Meter hoch. In der Altstadt kam man nach wie vor nur mit einer Feuerwehrzille voran. Im historischen Ortskern der Wachau-Gemeinde begannen schon die ersten Aufräumungsarbeiten. Trinkwasser gab es am Donnerstag noch keines, die Bevölkerung musste sich mit Mineralwasser aus Flaschen helfen.

[box type=“note“ style=“rounded“]Fotos: Einsatzdoku – Text: ORF NÖ[/box]