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Hochwassersituation in Niederösterreich (01.Juni.2013)

Der Dauerregen hat am Freitag zu Hochwassereinsätzen in den Bezirken Amstetten, Melk und Krems geführt. Etwa 300 Feuerwehrleute sind im Einsatz. Die Donau erreichte bei Korneuburg den Alarmpegel.

Im Bezirk Amstetten waren am Freitagvormittag neun Feuerwehren mit 150 Feuerwehrleuten im Einsatz. In Neuhofen ist die Feuerwehr seit 6.00 Uhr in der Früh im Hochwassereinsatz. Zwei Keller von landwirtschaftlichen Betrieben und zwei Einfamilienhäuser wurden bereits überflutet. „Wir sind nervlich schon komplett fertig, meine Frau und ich. Immer wenn schlechtes Wetter angesagt ist, musst du alarmbereit sein. Furchtbar“, sagt einer der betroffenen Bewohner.

Die Lage entspannt sich nicht. „Jetzt kommen halbstündlich neue Einsätze. Das Wasser ist nicht nur im Tal, sondern auch an den Hangrücken. Der Boden nimmt nichts mehr auf. Am Nachmittag wird es noch stärker regnen, die Lage könnte sich dadurch noch zuspitzen“, sagt Jürgen Wagner von der Feuerwehr Neuhofen. Auch die Straßen in Neuhofen sind überflutet, die Feuerwehr errichtete Straßensperren.

Derzeit sind im Bezirk Amstetten jedoch nur kleinere Flüsse über die Ufer getreten, sagt Feuerwehrsprecher Franz Resperger. „Die großen Flüsse wie Kleine Erlauf oder die Kleine Ybbs sind noch in ihren Bachbetten geblieben.“ Das ganze Wochenende wird aber noch mit weiteren Regenfällen gerechnet. Die Feuerwehr rechnet daher nicht mit einer Entspannung. „Das Thema ist, was die Donau aus Bayern und was die Zubringerflüsse Inn, Enns und Salzach bringen. Wenn sich das nicht bessert, werden weitere Feuerwehren in Einsatz gehen müssen“, sagt Armin Blutsch, Bezirksfeuerwehrkommandant in Amstetten.

In Ybbsitz wurde am Freitagvormittag der Alarmpegel erreicht. In Amstetten wurden Sandsäcke in bedrohten Siedlungen verlegt. Fünf bis sechs Häuser im Bereich des Lewingbaches mussten geschützt werden. In Greinsfurth bedroht das Wasser ein Pelletslager. Weil die starken Regenfälle im Ybbstal anhielten, rechnete das Bezirksfeuerwehrkommando mit weiteren Hochwassereinsätzen im Laufe des Tages.

Hochwasserschutz in der Wachau aufgebaut

Im Bezirk Melk ging eine Mure auf die L7290 ab. Die Verbindung musste zwischen Nöchling und Niederndorf gesperrt werden, sagte der Feuerwehrsprecher. Hochwassereinsätze gab es auch in Sarling und Emmersdorf.

Im Bezirk Krems wurde in Spitz der Hochwasserschutz teilweise aufgebaut. Der Ortsteil Hinterhaus sollte dadurch geschützt werden. Auch in Krems begann man am Freitag mit dem Aufbau des Hochwasserschutzes. In Aggsbach-Markt wurden Sicherungsarbeiten durchgeführt. In Theiss wurde laut Resperger eine Dammwache eingerichtet.

Donau erreicht Alarmpegel bei Korneuburg

Zu Mittag erreichte die Donau in Korneuburg ebenfalls den Alarmpegel. Laut Feuerwehrsprecher Franz Resperger wird eine prognostizierte zwischenzeitliche Regenpause kaum Entspannung bringen. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass die Donau am Samstag ebenfalls weiter steigen werde. „Die Donau bereitet uns Kopfzerbrechen. Die Prognosen für das Wochenende verheißen nichts Gutes. Wir erwarten im bayrischen Raum und in Oberösterreich weitere Niederschläge. Dann ist zu befürchten, dass die Donau über die Ufer tritt“, sagt Resperger.

Die Donau führte am Nachmittag nach Angaben des Hydrografischen Dienstes des Landes ein einjährliches Hochwasser. Beim Pegel Korneuburg wurden 5,51 Meter gemessen. Bis Sonntag sollten es laut Prognose 5,85 Meter sein.

Eine Entspannung dürfte es erst am Beginn der nächsten Woche geben, sagt Resperger. „Ab Beginn nächster Woche können wir abschätzen, wie es mit den Niederschlägen weitergeht. Vor Montag ist sicher keine Entspannung in Sicht. Die Feuerwehren und die Meteorologen sind am Wochenende jedenfalls in Alarmbereitschaft.“

Fotos: Einsatzdoku – Text: ORF NÖ

 

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