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Salzburg/ Bez. SL: Großeinsatz nach Silobrand in Grödig

Um 11:16 Uhr wurde die Feuerwehr Grödig mittels Sirene, Ruftonempfänger und SMS zu einem Industriebrand bei der Firma Leube alarmiert. Wenige Minuten später rückten Voraus und Tank Grödig zum Einsatzort aus. Nach Einweisung der vor Ort befindlichen Brandschutzbeauftragten, konnte sich der Einsatzleiter OFK ABI Markus Schwab ein erstes Bild der Lage machen.

Im Kohlestaubsilo gab es eine Explosion, welche einen darunter befindlichen LKW (beladen mit Kunststoff) entzündete. Es wurde sofort versucht, den brennenden LKW aus der Gefahrenzone zu fahren, jedoch war dies aufgrund der fortgeschrittenen Schäden am Fahrzeug nicht mehr möglich. So wurde kurzerhand ein Radlader dazu verwendet, den LKW aus dem Unterstand zu ziehen und mit einem sofortigen Angriff unter Vornahme der Polylöschanlage und eines HD-Rohres die Brandbekämpfung gestartet. Der Einsatzleiter erkannte sofort den Ernst der Lage und forderte weitere Kräfte an.

Somit wurde von der LAWZ Salzburg die Alarmstufe erhöht und weitere Feuerwehren alarmiert. Mit insgesamt 144 Mann/Frau und 36 Fahrzeugen standen die Feuerwehren aus Grödig (inkl. Löschzug Fürstenbrunn), Feuerwehr Anif (Löschzug Niederalm), Feuerwehr Hallein (inkl. Löschzug Bad Dürrnberg), Feuerwehr Golling und die Berufsfeuerwehr Salzburg im Einsatz. Erste Atemschutztrupps mit Mittel- und Schwerschaumrohren wurden vorgeschickt und begannen mit den Löscharbeiten am Silo, an dem sich immer wieder Explosionen durch die am Dach befindlichen Druckklappen entluden und somit laufend höchste Explosionsgefahr bestand.

Innerhalb kürzester Zeit wurden 3 Tragkraftspritzen am Ufer der Königseeache in Betrieb genommen und somit konnte eine ausreichende Wasserversorgung sichergestellt werden. Parallel dazu wurde noch ein Monitor auf Stativ in Betrieb genommen, um den bereits stark temperierten Silo zu kühlen. Weiters brachte die Feuerwehr Golling das LUF 60 (Löschunterstützungsfahrzeug) zum Einsatz, welches sich als sehr große Hilfe erwies. Der Silo wurde laufend mittels Wärmebildkamera und Fernthermometer kontrolliert, um eine potentielle Gefährdung frühzeitig zu erkennen bzw. einschätzen zu können. Es wurden in regelmäßigen Abständen taktische Besprechungen des Einsatzleiters (OFK BR Rudolf Wessely FF-Hallein) mit den anwesenden Entscheidungsträgern (darunter BFK Günter Trinker, Berufsfeuerwehrchef Eduard Schnöll und Ortsfeuerwehrkommandanten aus Grödig, Fürstenbrunn, Niederalm, Golling, Bad Dürrnberg, Polizei, Rotes Kreuz, Landeschemiker, Brandermittler sowie Vertreter der Firma Leube) abgehalten und über die weitere Vorgehensweise diskutiert. Nach Ausbleiben des gewünschten Löscherfolgs, wurde schlussendlich nach Rücksprache mit dem Landeschemiker entschieden, den Silo mit Stickstoff zu fluten, woraufhin sich innerhalb kürzester Zeit der Silo abkühlte und fürs erste Entwarnung gegeben werden konnte.

Nach fast 10 Stunden konnte somit der Einsatz für die Feuerwehr Grödig beendet werden. Der Löschzug Niederalm wurde die Nacht über zur Brandwache bei der Firma Leube eingeteilt, um im Falle eines weiteren Aufflammens sofort eingreifen zu können. Der Silo wurde die ganze Nacht über beobachtet und mittels Wärmebildkamera und Fernthermometer kontrolliert. Die Brandursache wird zur Zeit noch ermittelt, aber der entstandene Sachschaden liegt nach ersten Aussagen im 6-stelligen Eurobereich.

Link zur Homepage der FF Grödig

 

Fotos und Text: FF Grödig

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