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NÖ/ Bez. BN: Örtl. Chemieunfall in Sooß

In Sooß (Bezirk Baden) ist Samstagmittag ein 50-Liter-Fass mit Schwefelsäure geborsten. Drei Arbeiter wurden verletzt. Für die Anrainer besteht keine Gefahr. Die Halle, in der die Fässer gelagert sind, bleibt bis Montag gesperrt.

Bei der Flüssigkeit handelte es sich um hochgiftige, hochätzende 98-prozentige Schwefelsäure, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger. Für die Anrainer bestehe derzeit keine Gefahr: Luftmessungen haben keine Belastung ergeben. Die Ortsdurchfahrt von Sooß war gesperrt. In einer ehemaligen Werkstätte mit angrenzender Lagerhalle, die seit über zwei Jahren geschlossen ist, war der Besitzer Samstagvormittag mit Helfern mit der Teilentsorgung der dort gelagerten Bestände, unter denen auch einige Fässer waren, beschäftigt. Gegen 12.00 Uhr ging nach Angaben Respergers eine Alarmierung bei der Feuerwehr ein, dass eines der Fässer geborsten sei.

Die Helfer dürften andere Chemikalien in eines der 50-Liter-Fässer, in denen sich Restbestände der Schwefelsäure befanden, geleert haben, was zu der Reaktion führte. Die drei Verletzten wurden mit leichten bis mittelschweren Verletzungen – vor allem Verätzungen im Gesicht – in die Spitäler in Baden und Wiener Neustadt eingeliefert, berichtete „144 – Notruf NÖ“. Die Feuerwehr rückte mit drei Fahrzeugen und zirka 50 Mann aus. Schadstoffspezialisten mit Schutzanzügen und Atemschutzgeräten waren am Werk, um die Flüssigkeit zu untersuchen.

Auch ein von der Bezirkshauptmannschaft beauftragtes privates Entsorgungsunternehmen und Chemiker der Landesregierung waren im Einsatz. Gemeinsam mit dem Bürgermeister und der Behörde fand am Nachmittag ein Krisengipfel statt. Danach entschied der Landeschemiker, die Halle vorerst zu versperren. Die Räumung soll am Montag stattfinden. Die Feuerwehr hatte Bedenken, dass es zu weiteren Reaktionen führen könnte, wenn man schon am Samstag mit der Räumung beginne.

Text: ORF NÖ Fotos: Thomas Lenger

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