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Wieder turbulente Nacht nach heftigen Unwettern in Niederösterreich

Ein Unwetter mit Starkregen hat am Dienstag mehrere Bezirke getroffen, vor allem in St. Pölten, Hollabrunn und Amstetten hat es heftige Gewitter gegeben. In St. Georgen (Bezirk St. Pölten) war nach Schnee und Hagel ein Schneepflug im Einsatz.

In der Landeshauptstadt St. Pölten waren die Feuerwehren im Dauereinsatz, Dutzende Keller standen unter Wasser. Im Stadtteil St. Georgen am Steinfelde war sogar ein Schneepflug notwendig, um Schnee und Hagel wegzuräumen, die stellenweise bis zu 20 Zentimeter hoch waren, berichtete Roman Lang von der Feuerwehr. Im Stadtteil Pottenbrunn trat der Saubach über die Ufer und überflutete zahlreiche Keller, zum Schutz von Wohnhäusern wurden Sandsackdämme errichtet. Nach Angaben der Feuerwehr St. Pölten absolvierten 320 Mitglieder mehr als 100 Einsätze.

1.000 Feuerwehrleute im Einsatz

100 Feuerwehren mit 1.000 Einsatzkräften waren seit Dienstagnachmittag im Einsatz, auch die Bezirke Krems, Horn, Waidhofen an der Thaya und Zwettl waren von starken Regenfällen betroffen. In Augenthal bei Haugsdorf (Bezirk Hollabrunn) rückten drei Feuerwehren aus, um 25 Wildschweine aus einem überfluteten Stall zu retten und in Sicherheit zu bringen. Ein weiterer Schwerpunkt im Bezirk Hollabrunn war Immendorf, wo laut Franz Resperger vom Landesfeuerwehrverband eine Siedlung von Überflutung bedroht war. Mit Hilfe von zwei Sonderpumpenanlagen mit einer Förderkapazität von je 200 Kubikmeter Wasser pro Stunde sowie zehn Tauchpumpen gelang es in stundenlanger Arbeit, die Häuser zu schützen.

500 Kilogramm schwere Strohballen mitgerissen

Im Bezirk Amstetten seien massive Regenmassen niedergegangen, sagte Philipp Gutlederer vom Bezirkskommando, Hunderte Anrufe binnen kurzer Zeit seien bei der Feuerwehr eingegangen. Zahlreiche Keller standen unter Wasser und mussten ausgepumpt werden, Straßen mussten gereinigt werden. Selbst 500 Kilogramm schwere Strohballen wurden von den Fluten mitgerissen, auch eine kleine Brücke hielt den Wassermassen nicht stand. In Ertl (Bezirk Amstetten) war die Feuerwehr von den Unwettern selbst betroffen: Im Feuerwehrhaus standen Wasser und Schlamm bis zu einen Meter hoch. Bei Paudorf (Bezirk Krems) nahm während des Unwetters ein Fahrgast aus dem Zug eine in einer Baugrube liegende Person wahr und alarmierte die Feuerwehr. Eine Suchaktion wurde eingeleitet, bei der jedoch niemand gefunden wurde.

Rapottenstein: 60 Liter Niederschlag in 24 Stunden

Die meisten Niederschläge fielen in Rappottenstein (Bezirk Zwettl), wo in den vergangenen 24 Stunden 60 Liter pro Quadratmeter gemessen wurden. In Frankenfels im Pielachtal (Bezirk St. Pölten) waren es 50 Liter. Hauptaufgabe der Feuerwehr war der Kampf gegen die Wassermassen, Sturmschäden wie am Freitag gab es kaum. Um 5.00 Uhr sei Ruhe eingekehrt, meldete Franz Resperger vom Landesfeuerwehrverband Mittwochfrüh, drei Feuerwehren seien noch im Einsatz.

Fotos: Einsatzdoku / Text: ORF Niederösterreich

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