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INFOBEITRAG: CO – Die unsichtbare Gefahr für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Rettung

In den letzten Jahren ist die Zahl der getöteten und verletzten Personen aufgrund Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung stark gestiegen. Grund dafür ist nicht das Ansteigen der tatsächlichen Fälle, sondern dass die Ursache „CO-Vergiftung“ wegen fehlender Messgeräte früher seltener erkannt wurde.

Zum Schutz der Einsatzkräfte haben die Feuerwehren Göllersdorf und Hollabrunn als eine der ersten Feuerwehren Österreichs nun CO-Warngeräte angekauft. Die Einschulung diese Messgeräte fand am 23. April 2012 durch unseren Göllersdorfer Feuerwehrkameraden Richard Pyrek statt. Er ist im deutschsprachigen Raum einer der Experten auf diesem Fachgebiet.

CO ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff, daher lautet die richtige Bezeichnung Kohlenstoffmonoxid. Gebräuchlich ist jedoch die Kurzform Kohlenmonoxid oder auch Kohlenstoffoxid.  Kohlenstoffmonoxid entsteht bei der unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Brennstoffe. Es ist ein giftiges, farb- und geruchloses Gas, welches auch keine Atemnot auslöst. Eine akute Vergiftung äußert sich mit den verschiedensten Symptomen (Schwindel, Übelkeit, Verwirrtheit, Bewusstlosigkeit, Erbrechen etc.).

Die Feuerwehren sind geschult bei Bränden im Gefahrenbereich Atemschutzgeräte zu verwenden. Bei Einsätzen ohne erkennbaren Brandherd besteht somit eine große Gefahr darin, dass Retter selbst eine CO-Vergiftung erleiden. Da Kohlenstoffmonoxid mit den menschlichen Sinnesorganen nicht erkennbar ist, kann man diese unsichtbare Gefahr am Einsatzort nur mit Messgeräten erkennen. Die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung besteht das ganze Jahr über (nicht nur in der Heizsaison), da im Sommer die Rauchfänge nur geringen bis keinen Auftrieb aufweisen und die Feuerstätten nur für die Warmwasserbereitstellung verwendet werden. Neben verschmutzten Feuerstätten, baulichen Schäden an Rauchfängen, Abzugsstörungen bei Rauchfängen, motorbetriebenen Geräten, Tiefparkgaragen ist auch bei Pellets-Lagerräumen mit erhöhtem Kohlenstoffmonoxidkonzentrationen zu rechnen. Leider setzen sich auch Personen absichtlich einer CO-Vergiftung aus (Suizid) und gefährden damit unbeteiligte Nachbarn und Rettungskräfte.

Mehr Informationen zu diesem Thema auf der Homepage von Richard Pyrek: www.CO-Vergiftung.at

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