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NÖ/ Bez. Krems: Praxisseminar: Menschenrettung aus KFZ

Am 31. März 2012 war es wieder soweit, das halbjährlich stattfindende Praxisseminar „Menschenrettung aus KFZ“ wurde abgehalten. Pünktlich um 8:00 Uhr morgens startete der Ausbildungstag mit einer theoretischen Einheit zu den Themen: Patientenorientierte Menschenrettung; Moderne PKW Technologie und Einsatzstellenorganistation. Auf die Theorie folgte eine Unterweisung auf Rettungsgeräte wie Halswirbelsäulenschiene, Spineboard und Rettungsboa. Mit Hilfe dieser Hilfsmittel wurde die möglichst achsgerechte Rettung aus PKW und LKW durchgeführt. Anschließend startete der praktische Teil: anhand eines Campingbusses und eines PKW konnten sich die Teilnehmer für die folgenden Stationen vorbereiten. Explizit wurde der Aufbau einer Geräteablage gezeigt, welche als Arbeitserleichterung während der Befreiung dient. Richtige Entglasung, Innenraumerkundung sowie das optimale Handling der hydraulischen Rettungsgeräte gehörten zu den Lehrinhalten der ersten Praxisstation. Rund 2 Stunden beschäftigten sich die 12 Teilnehmer mit den unverformten Fahrzeugen und der richtigen Stabilisierung mit Hilfe des Stab-Fast Systems. Selbstverständlich wurde Wert darauf gelegt, dass jeder der Auszubildenden sich praktisch mit dem System beschäftigte. Am Nachmittag folgten einsatznahe Übungen bei welchen es galt im Team ein Unfallszenario abzuarbeiten. Mehrere Rettungswege führten zum Erfolg. Um die Arbeit mit dem typischen Partner beim Verkehrsunfall zu forcieren, dem Roten Kreuz Krems, wurden die Kameraden des Rettungsdienstes am Nachmittag ebenfalls eingeladen um am Praxisseminar teilzunehmen. Sechs Mann des Rettungsdienstes mit zwei Fahrzeugen arbeiteten Hand in Hand mit der Feuerwehr bei den letzten beiden Übungen.

Die organisationsverbindende Übung hatte zum Ziel zwei Personen von Fahrer und Beifahrersitz möglichst schonend zu retten. Nach der Beurteilung wurde zuerst ein Zugang für den Rettungsdienst über die Winschutzscheibe geschaffen. Der Rettungsdienst griff zur Rettung der beiden Verunfallten auf das Spineboard der Feuerwehr Krems. Der Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte wurde teilweise auch von der Rettungsplattform aus durchgeführt, ehe der Patient aus der Zwangslage gerettet wurde.

Während einer Pause verbunden mit ausführlicher Nachbesprechung, wurde bereits das Szenario der abschließenden Einsatzübung vorbereitet. Hierbei galt es das gesamte Repertoire des an diesem Tage Erlernten anzuwenden, aber es wurde auch zusätzliches Improvisationstalent und handwerkliches Geschick von allen Semiarteilnehmern abverlangt. Drei verletzte Personen galt es aus zwei Wracks zu befreien. Ein PKW wurde über eine Leitwand geschleudert und lag äußerst instabil auf dieser, sowie auf der Motorhaube des zweiten PKW. Der verletzte Lenker war ansprechbar klagte jedoch über große Schmerzen da er seinen Fuß bei diesem UNfall verlor. Besonders herausfordernd war die Stabilisierung, welche mit Zurrgurten und Stab-Fast durchgeführt wurde um möglichst sicher und schonend für alle Beteiligten arbeiten zu können.

Die Lage des zweiten Wracks war sichtlich leichter, doch galt es hier zwei Verletzte mit ebenfalls abgetrennten Gliedmaßen zu versorgen. Auch hier konnten beide Personen nach der Erstversorgung im Fahrzeug mit Spineboard und Rettungsboa aus dem Fahrzeug gerettet werden. Nur 30 Minuten nach Eintreffen der Übungsteilnehmer war das Übungsziel zu vollster Zufriedenheit der Ausbilder erreicht. Bei der gemeinsamen Nachbesprechung wurde auf den Tag zurückgeblickt und das Ausbilderteam bestehend aus Christoph Gruber, Christopher Knapp und Patrik Leopold war äußerst zufrieden mit den Leistungen der 12 Teilnehmer. Großer Dank neben gebührt den Kameraden des Roten Kreuz Krems für die tolle Zusammenarbeit auch Ines Willrader welche den Opfern realistische Verletzungen aufschminkte und so für Realtiät bei den Übungen sorgte.

Fotos und Text: FF Krems

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