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NÖ/ Bez. Krems: Dachstuhlbrand in Krems-Lerchenfeld

Am 29.3. meldete um 14:44 ein Anrufer einen Kleinbrand am Balkon einer in Bau befindlichen Wohnhausanlage in Krems-Lerchenfeld. Der Disponent alarmierte routinemässig die diensthabende Mannschaft per Alarmstufe B1. Bereits auf der Anfahrt war eine deutliche Rauchentwicklung sichtbar, mehrere neuerliche Notrufe in der BAZ führten automatisch zu einer Alarmstufenerhöhung. Im Zuge der Bauarbeiten kam es im Bereich der Dachfläche der Wohnhausanlage zu einem Brandausbruch. Der Brand konnte sich aufgrund der herrschenden Windverhältnisse sowie des Baufortschrittes rasch und ungehindert unter die Dachkonstuktion ausbreiten. Das Feuer griff im Aussenbereich auf die Verschalungen und Brüstungskonstruktionen über, unter der Blechhaut der Flachdachkonstruktion breitete sich der Brand auf die gesamte zusammenhängende Dachlandschaft aus. Der Brand litt unter Sauerstoffmangel und produzierte daher eine intensive Rauchentwicklung, die weit über die Stadtgrenze bemerkt wurde. Die Feuerwachen Krems-Hauptwache, Betriebsfeuerwehr Dynea und Betriebsfeuerwehr Voest konnten den Entstehungsbrand im Aussenbreich rasch bekämpfen, der Brand unter der Blechhaut widersetzte sich dem ersten Löschangriff hartnäckig. Durch die wasserdichte Konstruktion der Blechabschirmung (=Dach) konnte das Löschwasser logischerweise nicht zum Brand vordringen. Damit war von Anfang an klar, dass hier ein langwieriger Einsatz bevorsteht. Auf den betroffenen Baukörpern wurden Atemschutztrupps auf der Dachfläche eingesetzt und arbeiteten sich mit Brechwerkzeugen und Motorsägen durch die Verschalungskontruktion zu den verblechten Bereichen vor. Parallel dazu wurden die Trupps mit dem Wendestrahlrohr der Drehleiter von aussen geschützt, da das Feuer immer wieder durch den Wind angefacht aus der Dachhaut herausloderte. Facharbeiter von Dachdecker- und Spenglereibetrieben wurden angefordert, diese unterstützten die Einsatzkräfte mit ihrem Dach- (und Fach-)wissen – es zeigte sich aber, dass das manuelle Entfernen der Verblechung im Verhältnis zur Brandentwicklung einfach zu langsam erfolgte. In der Zwischenzeit erfolgte eine Nachalarmierung, da die eingesetzeten Atemschutztrupps Pausen benötigten, so wurde die FF Rohrendorf und die BTF Brantner, eine Stunde später dann die FW Stein und die FW Rehberg zur Einsatzstelle geordert. Damit standen fast 5 Stunden lang ununterbrochen Atemschutztrupps im Einsatz, auf der Dachfläche, auf der Drehleiter oder im Gebäudeinneren. Mit dieser Massnahme gelang es, die Dachfläche schneller zu öffnen, sobald die Verblechung entfernt war, konnte rasch ein Löscherfolg erzielt werden. Bei den Einsatzkräften gab es zum Glück nur ein paar kleinere Blessuren zu versorgen, das Rote Kreuz war vor Ort. Die Polizeiinspektion sorgte für eine Sperre der betroffenen Strassenzüge und führte Ermittlungen zur Brandursache. Der Sachschaden ist enorm. Die Einsatzleitung bedankt sich bei den eingesetzten Kräften für die Leistung, und den Betriebsfeuerwehren sowie der FF Rohrendorf für die schlagkräfte Unterstützung.

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwache Krems-Hauptwache
Feuerwache Krems-Stein
Feuerwache Krems-Rehberg
Freiwillige Feuerwehr Rohrendorf
Betriebsfeuerwehr Dynea Austria
Betriebsfeuerwehr Voest-Alpine Krems
Betriebsfeuerwehr Brantner

mit 96 Feuerwehrmitgliedern
Einsatzdauer 5,5 Stunden
8 Tanklöschfahrzeuge
1 Drehleiter
1 Last mit Kran
4 Kleinlöschfahrzeuge
5 Mannschaftstransporter
1 Versorgungsfahrzeug

Rotes Kreuz
Polizeiinspektion
Wasserwerk
Gedesag
Bauaufsicht
Spengler- und Dachdeckerbetriebe

Fotos und Text: M. Fasching / FF Krems

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