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NÖ/ Bez. Neunkirchen: Routineeinsatz auf der S6 wird zum Horrorszenario für die Einsatzkräfte!

„Fahrzeugbergung nach Verkehrsunfall auf der S6, Richtung St. Michael, Höhe Kilometer 14!“ So lautete am Sonntagabend um 20:11 die Alarmierung für die FF Neunkirchen Stadt. Die Florianis rückten mit einem Tanklöschfahrzeug, dem schweren Rüstfahrzeug und dem Kommandofahrzeug zur Einsatzstelle aus. An der Unfallstelle angekommen wurde zusätzlich zur Absicherung der Polizei, die Absicherung durch die FF Neunkirchen Stadt erweitert. Bei Autobahneinsätzen wird immer das Tanklöschfahrzeug als Erstes an der Unfallstelle positioniert, um den Einsatzkräften bei der Arbeit einen Schutz durch den nachkommenden Verkehr zu bieten. Einsatzgrund war ein Verkehrsunfall mit einem Pkw, der ins Schleudern geriet und gegen die Leitwand prallte. Die Lenkerin blieb unverletzt. Für die FF Neunkirchen Stadt begann der Routineeinsatz. Das Fahrzeug wurde für den Abtransport mit dem schweren Rüstfahrzeug vorbereitet.

Während der Bergungsarbeiten passierte plötzlich das Unerwartete, was jeder Helfer bei Autobahneinsätzen fürchtet. Ein mit zwei Personen besetzter Pkw hielt plötzlich vor der Unfallstelle an. Dann ging alles ganz schnell. Ein nachkommender Lenker der den stehenden Pkw wahrnahm verriss sein Fahrzeug, touchierte den stehenden Pkw, krachte in die Leitschiene und in weiterer Folge in das Heck des Tanklöschfahrzeuges. Der Pkw verkeilte sich mit der Motorhaube unter dem Feuerwehrfahrzeug. Die Einsatzkräfte, die durch die Geräusche des Aufpralls aufmerksam wurden, rannten unverzüglich zu den Unfallfahrzeugen. Glücklicherweise wurde niemand von den Insassen verletzt. Der Lenker des Pkws, der in das Tanklöschfahrzeug gekracht ist, musste von Feuerwehrmännern über das Seitenfenster aus dem Wrack geborgen werden, da sich die Türen aufgrund der Deformierung nicht öffnen ließen.

Im Nachhinein ist man bei der FF Neunkirchen Stadt froh, das nicht mehr passiert ist. Nicht auszudenken, hätte sich der Folgeunfall kurz nach dem Eintreffen ereignet. Zu dieser Zeit wären die Florianis damit beschäftigt gewesen Verkehrsleitkegel und Warnblitzer hinter dem Tanklöschfahrzeug zu positionieren.

Fotos und Text: Einsatzdoku

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